Immer weniger Dauer-Bezieher

Kreis Borken..  Anfang 2005, also vor genau zehn Jahren, übernahm der Kreis Borken die Aufgabe, Langzeitarbeitslose in eigener Regie zu betreuen. Mit dem „Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ (bekannt unter der Bezeichnung „Hartz IV“) wurden seinerzeit die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zu einer einheitlichen Leistung „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ zusammengefasst.

„Die Bilanz des gemeinsam mit den 17 kreisangehörigen Städten und Gemeinden eingerichteten ‚Jobcenters im Kreis Borken‘ kann sich sehen lassen“, so Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. „Wir haben rund sieben Prozent weniger Bedarfsgemeinschaften (jetzt 7962) und zehn Prozent weniger erwerbsfähige Leistungsberechtigte (jetzt 10 785) sowie 28 Prozent weniger Langzeitarbeitslose (jetzt 5024) als 2005.“

Die Arbeitslosenquote im SGB-II-Bereich sei von durchschnittlich 3,9 Prozent vor zehn Jahren auf 2,5 Prozent heute gesunken. Dies ist die zweitniedrigste Quote in ganz NRW. „Bei uns sind immer weniger Menschen ‚Dauer-Bezieher‘!“ Waren Anfang 2011 noch 8102 Leistungsberechtigte gleichzeitig auch Langzeitleistungsbezieher, sind es aktuell nur noch 6715 Personen.