Im Takt ein „kühles Blondes“ zapfen

Die Stimmung bei der zehnten Musiknacht hätte nicht besser sein können.
Die Stimmung bei der zehnten Musiknacht hätte nicht besser sein können.
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Was wir bereits wissen
Zehnte Musiknacht „Emmerich Live“ lockte erneut zahlreiche Besucher in die City. Für jeden Geschmack war etwas dabei

Emmerich..  Gut gelaunt, ob per Fiets oder pedes, ging‘s für viele am Samstagabend in die Emmericher City. Die Sonne gab zum Untergang nochmals alles. Und das sollte bei den Musikern, die zur zehnten Auflage der Kneipennacht „Emmerich Live“ in die Rheinstadt kamen, ebenfalls so sein. „Ich erwarte gute Stimmung in den Kneipen. Und bin mir sicher, dass das so kommen wird“, erklärte Marten Pfirrmann, selbst Musiker, noch vor dem offiziellen Startschuss.

Vor dem „Empanadas“ knubbelte es sich schon zu diesem Zeitpunkt gewaltig. Drinnen stehen, draußen auf der Bühne die Coverband „Best 2 you“ sehen, das war angesagt. „Das ist ein schöner Anfang“, lobte Torsten Peters. Seine Schwester Ela Kawohl fand die Kombi „Bühne draußen und drinnen im Warmen stehen - einfach nur perfekt“.

Während der Christophorus im Durchgang den Gästen sicherlich zublinzelte und am liebsten selbst abgerockt hätte, so war das im Bistro 852 schon gleich zum Auftakt mit Tina Turners „Rolling on the river“ möglich. Die Band ‚Real Spirit‘ sorgte für Stimmung. Einen der besten Plätze hatten sich Doris und Burghard Reese ergattert. Schön auf der Bank sitzen und dann durch die Fenster direkt auf die andere Seite des Ladenlokals von Otti und Frank Kühn auf die Bühne schauen, das klappte recht gut. Ähnlich voll war es zu diesem bereits beim „Franz“. ‚Freezeland‘ sorgte dort erneut wie in den letzten Jahren für Stimmung. Mit Sprüchen wie „Wir sehen besser aus als die, die im Programmheft stehen“ scherzte ‚Dr. Beat‘, der kurzfristig mit Band einsprang, im Hotel Rheinpromenade.

Während der kleine Doktor mit seiner Crew Buddy Hollys „It’s os easy“ zum Besten gab, zapfte Wirt Jens Himmer mal eben schnell ein ‚kühles Blondes‘ im Takt. Wer ein Stückchen weiter beim ‚Schlemmerich‘ einkehrte, der gewann schnell den Eindruck, dass Rock-Musiker und Schauspieler Marius Müller-Westernhagen gleich leibhaftig um die Ecke kommen würde. Bernd von der Band „Willenlos“ imitierte das Original einfach nur gut.

Und wer von Marius noch nicht genug hatte, der konnte seine Songs ebenfalls in der Gaststätte „Zum Raben“ erneut gemeinsam mit ‚Here comes Johnny‘ singen. Daumen hoch hieß es für Fritz Kirschke direkt nebenan in ‚Estralla’s Cantina“ beim Blues Rock-Auftritt von ‚Sugar Mama‘. Das sei „sehr gut“, attestierte der ehemalige Kneipier und Kenner der Szene. Einen puren Musikgenuss der Rock’n’Roll-Variante gab’s von ‚Colly and the Steam Rollers‘ im ‚Steiger 1‘ auf die Ohren, während ‚Kralle and Friends“ vor überschaubarer Kulisse Party-Rock im ‚Hof von Holland‘ präsentierten.

Wer dann noch nicht genug von den guten Tönen hatte, der war im PAN zum Abschluss gut aufgehoben. Bereits von weitem lockte eine Lichtshow ins Kunstforum am Nonnenplatz, wo bei Klängen von „Granufunk“ nochmals so richtig abgezappelt werden konnte.

Daniel Maiß vom PAN wünschte sich, dass nicht nur überwiegend Gaststätten an der Promenade, sondern auch im Stadtbereich künftig mit einbezogen werden.