Im Notfall wird der Weg weiter

Emmerich/Kleve..  Eine wenig erfreuliche Nachricht gibt es von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Die kündigt, worauf gestern Landrat Wolfgang Spreen hinwies, eine Verschlechterung der Situation der ärztlichen Notfalldienste an. Aktuell gibt es 84 Notdienstpraxen im Bereich der Nordrhein-Vereinigung. Rund die Hälfte davon soll geschlossen werden. Die Kassenärztliche Vereinigung plant, die Notdienste der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte sowie der Augenärzte unter anderem im Kreis Kleve zu zentralisieren. Davon wären auch die Emmericher Bürger betroffen, deren Weg zur Praxis im Notfall weiter werden würde.

„Die diskutierten Neuregelungen würden unsere Bemühungen, die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern, nachhaltig konterkarieren“, erklärt Landrat Spreen. Der 60-jährige gebürtige Berliner hat den Vorstandschef der Vereinigung Nordrhein, Dr. Peter Potthoff, gebeten, patientenfreundliche Lösungen zu prüfen. Dazu sollte eine Entscheidung über die Zentralisierung der Notfallpraxen in der anstehenden Vollversammlung der Vereinigung zurückgestellt werden.