Im Leben musst du Massel haben

Die Mitgliederversammlung der Volksbank Emmerich-Rees wurde im Festzelt in Praest mit der Band Klüngelköpp veranstaltet.
Die Mitgliederversammlung der Volksbank Emmerich-Rees wurde im Festzelt in Praest mit der Band Klüngelköpp veranstaltet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das sangen 1500 Mitglieder der Volksbank Emmerich-Rees im großen Festzelt in Praest. Die Klüngelköpp trafen mit ihren Kölsch-Liedern den Nerv der Gäste

Praest..  Wenn es jemals zu einer Fusion der Volksbank Emmerich-Rees mit einer weiteren Genossenschaftsbank kommen sollte, dann kommt nur eine Kölner in Frage. Denn seit spätestens Donnerstag Abend steht fest: Die Emmerich-Reeser und Isselburger Volksbanker sind in ihrem Herzen Kölner. Wo sonst feiert man begeistert Karneval im Juni beim Auftritt einer Kölsch-Band? Im Praester Festzelt brachten die Klüngelköpp die Stimmung zum Siedepunkt.

1500 Mitglieder der Volksbank waren der Einladung gefolgt und wurden schon im Vorfeld von den schmissigen Tönen des Praester Fanfarenzugs willkommen geheißen. „Wer friert uns diesen Moment ein“, stimmten dann auch schon Maike Bettray und Michael Kühn an, die „Ein Hoch auf diese Volksbank, die Nummer Eins am Niederrhein“ bei viel Beifall live ins Mikrofon schmetterten. Charmant führte Maike Bettray weiter durch das Abendprogramm, das mit der Verlosung seinen ersten Höhepunkt fand.

Nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Wim Abbing stellte Ralf van Bruck vom Vorstand die Bilanz 2014 vor, die mit einem Gewinn von 1,91 Millionen Euro abschließt. Auch mit 1275 neuen Mitgliedern kann die Bank punkten. Als inmitten trockener Zahlen plötzlich lauter Beifall aufbrannte, hatte Ralf van Bruck die neue genossenschaftliche Ausschüttung erwähnt, in deren Genuss jetzt die Mitglieder erstmalig kamen. Und die das Konto, für manche überraschend, zusätzlich zur Dividende leicht auffrischt.

Die Berechnung der Ausschüttung wird in den Geschäftsfeldern Girokonto, Sparbuch, Kredit, Wertpapier-Depot und Versicherung ermittelt. Dazu werden Punkte vergeben. So konnten aktive Mitglieder bis zu 124 Punkte sammeln und bei einem Punktwert von 0,85 Euro bis zu 105,40 Euro gutgeschrieben bekommen, unabhängig von der Höhe des Geschäftsguthabens und der Dividende.

„Wir wollen, dass unsere Mitglieder am Erfolg der Bank beteiligt sind. Je intensiver die Geschäftsbeziehung ist, desto mehr Ausschüttung erhalten die Mitglieder“, hob van Bruck anschließend hervor.

Vor dem Hauptakt präsentierte Volksbankerin Lisette Landers mit den Funki Geckos den Gardetanz. Ohne Zugabe entließ das Publikum die Tänzer nicht.

Mit 4711 getauft

Dann stürmten diejenigen die Bühne, die von sich sagen, mit 4711 getauft worden zu sein. „Jedäuf met 4711“ lautet einer ihrer bekannten Kölsch-Songs. Kölsche Nächte, en Kölle verliebt, Kölsche Fiesta, Loss mer singe, Heimat, Us kölschem Holz – mit diesen Liedern bezog Frontsänger Frank Reudenbach das Publikum ein, das sich als textsicher erwies. „Em Levve muss de Massel han“ (Im Leben musst du Massel haben) sangen 1500 Stimmen, wie passend, dass Massel hier mit „Geld“ zu übersetzen ist. Wunderbar auch die fulminanten Trommeleinlagen der sechs Musiker, die umgekehrt auch ein großes Lob für das Publikum fanden.

An eine Fusion denkt der Vorstand in Emmerich noch lange nicht. Lieber holt er sich Kölsche Tön an den untereren Niederrhein.