Hotel Rheinpromenade feiert sein zehnjähriges Bestehen

Franziska Müsken sorgt sich um das Wohl der Gäste im Restaurant an der Rheinpromenade.
Franziska Müsken sorgt sich um das Wohl der Gäste im Restaurant an der Rheinpromenade.
Foto: Funke Foto Services
Der Thüringer Jens Himmer kam 2005 aus der Nähe von Baunatal mit seiner Familie nach Emmerich. Und übernahm hier das Hotel Rheinpromenade. Die Entscheidung hat er nicht bereut.

Emmerich..  Jens Himmer strahlt über das ganze Gesicht. Und zwar so zuversichtlich, als würde er mit seiner guten Laune den Wind und die Regenwolken über den Rhein gen Kleve vertreiben wollen. Zehn gute Jahre Hotel Rheinpromenade kann sich der gebürtige Thüringer auf die Fahne schreiben. Ein durchaus bemerkenswertes Jahrzehnt, das der Restaurantfachmann aus Weimar mit seiner Frau Christiane, die im Restaurant als Köchin arbeitet, und Tochter Franziska Müsken in Emmerich hingelegt hat. Nach vier Jahren im Landgasthaus an einem Campingplatz nahe Baunatal in Nordhessen war’s die richtige Entscheidung.

Eine neue Herausforderung

„Wir haben uns damals, als wir eine neue Herausforderung gesucht haben, gleich beim ersten Blick in das Haus am Rhein verliebt“, erinnert sich Himmer. Natürlich war der Anfang schwer. „Ein halbes Jahr haben wir mindestens gestrampelt. Vorn an der Promenade gab es da noch keinen Eingang. Bis wir die Terrasse im heutigen Zustand mit Schutzfenstern und Heizstrahlern fast ganzjährig bewirten konnten, war’s auch ein Kampf. Es traf sich vor zehn Jahren allerdings günstig, dass unsere Hotel-Übernahme mit der Modernisierung der Rheinpromenade zusammenfiel.“ Der eine oder andere potenzielle Interessent wurde so aufmerksam auf das Gebäude mit der Nummer 8.

Die Hotel- und Restaurantbesucher bilden eine Mischkundschaft. Vom Frühjahr bis spät in den Herbst hinein sind es viele Fahrradfahrer auf Tour, die in Emmerich gern eine Pause einlegen. Dazu gibt es unerwartet viele Verwandtenbesuche und auch eine nicht zu unterschätzende Zahl an Geschäftsreisenden, die das gemütliche Ambiente sowie die schöne Lage direkt am Rhein zu schätzen wissen.

Die elf Doppelzimmer des Hauses wurden 2013 komplett renoviert: neue Betten und Matratzen, neue Stühle, jeweils ein Schreibtisch, dazu der Flachbildfernseher, kostenloses W-LAN und Wischböden statt Teppich.

Vier Zimmer haben nun einen eigenen begehbaren Balkon mit Nahblick auf den Rhein. An den älteren Baubestand erinnert eigentlich nur noch die niedrige Decke im Hausflur. Wer mehr als 1,85 Meter an Körpergröße misst, sollte allerdings nicht zu enthusiastisch die Stufen hinunterhüpfen: Berechtigte Beulengefahr!

Montags hat die gut bürgerlich auftischende Restaurant-Crew ihren Ruhetag. Ansonsten läuft der Hotelbetrieb ganzjährig. „Gerade an Wochenenden kommen schon Fünfzehn-Stunden-Tage zusammen. Aber die bewältigen wir mit großer Freude. Wenn es eine Qual wäre, könnte man den Beruf nicht ausüben“, betont Jens Himmer.

Nicht nur der Urlaub steht da manchmal hinten an. Obwohl die Himmers auch abschalten müssen. „Das ist wichtig für den Kopf.“ Auch die Familie im heimatlichen Weimar muss oft auf ihre „Auswanderer“ verzichten. „Einmal im Jahr besuchen wir Eltern und Geschwister. Mehr geht leider nicht.“

Übrigens: Am alljährlichen Business-Frühstück mit Bürgermeister Johannes Diks nimmt Hotel-Inhaber Jens Himmer auch stets teil. Am 21. Januar, also Mittwoch in einer Woche, ist es wieder so weit. Ein Thema ist für Himmer auf der Agenda: „Es wäre schön, wenn irgendwann einmal wieder der Neumarkt florieren würde. Davon würden auch alle Gastronomen an der Promenade profitieren.“

Alles zum Hotel gibt es hier im Internet unter dieser Adresse: www.hotel-rheinpromenade.de.