Hendrik Snethkamp wechselt von Rees nach Münster

Hendrik Snethkamp (Mitte) wurde von Bürgermeister Gerwers (links) und Schulleiter Klaus Hegel verabschiedet.
Hendrik Snethkamp (Mitte) wurde von Bürgermeister Gerwers (links) und Schulleiter Klaus Hegel verabschiedet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Studiendirektor wird als Vater des bilingualen Zweigs in die Geschichte des Gymnasiums Aspel eingehen. Dort war er als stellvertetender Schulleiter tätig. Zum neuen Schuljahr wird er Schulleiter in Münster.

Rees..  Als Hendrik Snethkamp am 8. Mai das Büro seines Chefs freudestrahlend betrat und umgehend die Türen zum Sekretariat und Flur schloss, ahnte Schulleiter Klaus Hegel Ungemach. Dieses allerdings flatterte ihm erst gestern schriftlich ins Haus: „Hendrik Snethkamp verlässt als stellvertretender Schulleiter das Gymnasium Aspel, um als Schulleiter ans Ratsgymnasium nach Münster zu wechseln.“ Gut, dass der zukünftige Chef bereits eingeweiht war und so gestern eine kurzweilige Abschiedsfeier stattfinden konnte.

Mit dem Song von Coldplay „Clocks“ hatten die Schüler instrumental ihren Lehrer auf den Abschied eingestimmt, den Klaus Hegel humorvoll gestaltete, „wenn es doch eigentlich ein trauriger Anlass ist.“ Schließlich war Hendrik Snethkamp derjenige, der den neuen Chef in sein neues Aufgabengebiet eingeführt hat. Snethkamp, seit elf Jahren an der Schule, hat an vielen Projekten des Gymnasiums Aspel maßgeblich mitgearbeitet und durch seine Arbeit das Profil des Gymnasiums Aspel mit geprägt. Nach dem Ausscheiden von Schulleiter Roman Claus hat er das Gymnasium kommissarisch geleitet. Er gilt als Vater des bilingualen Zweigs, den er als engagierter Englisch- und Geschichtslehrer eingeführt hat, weitere Aktivitäten sind das Comenius Projekt und die Cambridge-Sprachzertifikation. „Für mich war er ein guter Kollege und Stellvertreter, ein kritischer Berater und kollegialer Freund. Wer soll mich nun bremsen?“, fragte Hegel rhetorisch und hob hervor, dass es Snethkamp nie um Probleme ging, sondern immer um deren Lösungen. Dass er „Schulleiter kann“, das habe er bereits in Rees bewiesen. Dem schlossen sich in ihren Ansprachen sowohl der Bürgermeister als auch die Kollegen an, die ihn auch als Teamplayer mit Charme und Wortwitz, so Kollegin Annette Kopka, in Erinnerung behalten werden. Und bei einem Blick in die Zukunft des Schulleiters in spe in Münster sahen die Kollegen den begeisterten Autofahrer schon im Cabrio in seinem Haus am Aasee vorfahren, ganz so wie Prof. Boerne im Münster-Tatort. „Mit dem bilingualen Zweig ist es dir als Englisch- und Geschichtslehrer gelungen, eine Symbiose herzustellen“, so Cordula Hübner von der Englischfachschaft. Seine Stimme fehlte gestern im Lehrerchor, der ihm zu Ehren „God Save the Queen“ anstimmte. Die, so wurde gescherzt, wäre gerne zu seiner Verabschiedung gekommen, hätte aber leider nach Frankfurt gemusst. Snethkamp amüsierte sich köstlich. Auch über das Kompliment, die personifizierte Begeisterung für sein Fach Englisch zu sein. ‘Job satisfaction’ - hätte er es genannt.

Nach Dankesworten der Schulsprecher und Elternvertreterin ergriff der zukünftige Schulleiter selbst das Wort. In seiner Verabschiedungsrede zitierte er den evangelischen Pastor Norbert Stephan, der in seinem Pfarrbrief vor den Ferien an den Aufbruch zur Reise erinnerte. Auch Snethkamp verstehe das Leben als Reise und im Rückblick dachte er an viele nette Stilblüten, die ihm in seiner Aspelaner Zeit begegneten. Zum Abschied zitierte er Shakespeare und Co. frei mit dem Ausspruch: „Wein für alle! And Eat and drink as friends!“ und bat zum Buffet.