Heelden als Notlösung

Heelden..  Bauamtschef Michael Carbanje wollte stellvertretend für die komplette Stadtverwaltung den Mutmaßungen über die künftige Nutzung der alten Grundschule in Heelden endlich ein Ende bereiten. Im jüngsten Bau- und Umweltausschuss gab er deshalb eine Stellungnahme ab. In den vergangenen Wochen hatte es Gerüchte in dem Isselburger Ortsteil gegeben, dass demnächst in der Grundschule Asylbewerber untergebracht würden. Doch das ist keinesfalls eine Tatsache, sondern eine mögliche Option.

Zur Erinnerung: Eigentlich sollte das Gebäude bereits abgerissen sein. „Doch den anvisierten Termin dafür müssen wir zurückstellen“, erklärte Carbanje der Politik am Mittwochabend. Der Grund: Die ehemalige Heeldener Grundschule soll als Notlösung in der Hinterhand bleiben. Und zwar in Sachen Asyl. Heißt: Bis nicht alle Vorbereitungen für den Neubau der neuen Flüchtlingsunterkünfte getätigt sind, wird die Grundschule in Heelden definitiv nicht abgerissen. „Ich bitte da bei der Bevölkerung um Verständnis. Das ist eine absolute Notlösung“, so der Bauamtschef.

Zumindest sei es besser, im Fall der Fälle die Flüchtlinge darin unterzubringen als notdürftig eine Turnhalle dafür herzurichten. Carbanje verwies darauf, dass die Stadt verpflichtet sei, Flüchtlinge aufzunehmen. Und falls es eben zu Zuweisungen komme, müsse man vorbereitet sein und einen Plan B in der Tasche haben. „Zumindest sollten wir uns diese Option offen halten.“

Geplant ist, dass die bereits gekauften Container Ende Januar kommen sollen. Die Stadt sei außerdem bestrebt, so Carbanje, 2015 mit dem Neubau des neuen Flüchtlingsheimes so weit zu kommen, dass der Bauantrag gestellt werden kann. Mindestens so lange bleibe das Gebäude in Heelden als mögliche Notunterbringung für eventuelle neue Flüchtlinge in der Hinterhand.