Haus drohte einzustürzen

Emmerich/Hünxe..  Das Technische Hilfswerk (THW) Emmerich rückte jetzt zu einem Einsatz in Hünxe-Krudenburg aus und leistete mit seiner Fachgruppe ASH, das steht für Abstützsystem Holz, fachliche Hilfe. Nach den Sturmböen vor einer Woche waren tragende Teile der Dachkonstruktion eines Wohnhauses so stark beschädigt worden, dass ein Einsturz nicht ausgeschlossen werden konnte. Das THW Emmerich wurde alarmiert, weil es über ein Abstützsystem-Holz verfügt, das bundesweit nur bei 28 Helfergruppen zur Ausrüstung gehört.

Der Einsatz der Helfer gestaltete sich schwieriger als erwartet. Nach der ersten Sichtung des vorausgeeilten Erkundungstrupps wurde schnell klar, dass die klassischen ASH-Bauteile aufgrund der sehr nahen Bebauung nicht einsetzbar waren. Wegen der kleinen Gassen und der engen Bebauung mussten zudem die drei nachrückenden Großfahrzeuge, die alle einen Anhänger mitführten, bereits auf der Autobahn ihre Reihenfolge ändern, damit Kran und Material passend aufgestellt werden konnten. Nachdem diese Einheiten eingetroffen waren, hatten die Helfer bereits die Skizzen für die neuen Konstruktionen erstellt.

Wegen der Einsturzgefahr konnte das Haus nur Stück für Stück mit den Stützen immer weiter gesichert werden. Gegen 0.30 Uhr in der Nacht waren die Gebäude dann soweit abgestützt, dass die Bewohner des an sich unversehrten Hauses in ihre eigenen vier Wände zurück konnten. Bis zur Auflösung der Einsatzstelle gegen 2.30 Uhr wurden noch weitere Sicherungsmaßnahmen getroffen und die Abstützelemente gegen unbefugten Zutritt gesichert. Nach dem Rückbau der umfangreichen Beleuchtung traten die Helfer den Heimweg an – nach 13-stüdigem Einsatz.