Hase und Igel auf der Spur: Waldschule freut Spende

Was wir bereits wissen
In den vergangenen 13 Jahren haben rund 6000 Kinder über die Praester Waldschule „Otto Markett“ die Natur vor der eigenen Haustüre kennengelernt. Die Jagdgenossenschaft Praest spendete nun 250 Euro.

Praest..  Natur macht hungrig. Und so plündern die kleinen Racker des St.-Johannes-Kindergartens aus Praest erst einmal ihre Frühstücksdosen. Hans Wittenhorst blickt zufrieden in die Stuhlrunde, die die Vier-, Fünf- und Sechsjährigen bestücken. Der Nachwuchs lernt am Asternweg, mit Gummistiefeln und bester Laune ausgerüstet, am Mittwochmorgen ein wenig fürs Leben. Naturvermittler und Vogelexperte Wittenhorst, der sich an der stationären Waldschule Otto Markett engagiert, vermittelt mit seinen Kollegen ehrenamtlich Dinge, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich sind: Tiere und Pflanzen in Wald, Feld und Wiese.

„Für die Kinder“, sagt Wittenhorst, „ist das hier ein echter Erlebnistag.“ Man tastet, riecht und hört die Natur, erspäht Fasan, Marder, Maulwurf, Igel oder Hase – im Idealfall. Dazu gibt es Geschichten. Von Hans Wittenhorst, von Harald Rix, der für „Hase und Co. auf Wiese und Acker“ zuständig ist, von Herbert van den Busch und Hans Surink, die sich um größere Tiere wie Hirsche, Rehe, aber auch Eule und Greifvögel kümmern. „Wir wollen näher bringen, wie die Tiere hier so leben, was sie brauchen“, beschreibt Wittenhorst, „wer Zusammenhänge erkennt, der versteht auch die Natur.“

Seit 2002 gibt es schon die Waldschule. Rund 6000 Kinder von Elten bis Haffen-Mehr, also aus einem beachtlich großen Gebiet, haben die Schule mit ihren gut 250 Tierpräparaten seitdem besucht. Haben sich mit dem natürlichen Lebensraum und ihrer Bewohner vor Ort befasst. Kindertagesstätten, Kindergärten, Grund- und Hauptschule, fünfte Klassen des Gymnasiums, aber auch Erwachsenengruppen und Menschen mit Behinderungen waren bereits zu Gast.

Theo Vedder schätzt die Arbeit der Waldschule hoch ein. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Praest überreichte zur Frühstückspause eine Spende. 250 Euro, eine Pachteinnahme für die Jagd, auf die ein Grundstückseigentümer verzichtet hatte, sind mehr als nur Anerkennung. „Wir brauchen jeden Cent, weil alles, Betriebsmittel oder auch Präparate, eben Geld kostet“, hebt Harald Rix hervor.

Nach dem Fototermin mit Gönner und Empfänger sind die Butterbrote verputzt. Es wird Zeit, sich wieder der spannenden Natur zu widmen. Wenn man schon mal in der Waldschule ist.