Gnadenloser Kampf ums Erbe

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Was wir bereits wissen
Die Laienspielschar Heelden bietet am Wochenende ihren Zuschauern eine Aufführung mit viel Witz, Irrungen und Wirrungen.

Heelden..  So ganz textsicher waren die Darsteller der Laienspielschar Heelden bei der Probe noch nicht, aber mit viel Spaß bei der Sache. Mit ein wenig Hilfe und Anweisungen von Martina Hakvoort klappte es dann schon recht gut. Und bis Samstagabend, das weiß Clemens Bonnes aus Erfahrung, funktioniert das ausgezeichnet. Schließlich gehört er der Laienspielschar Heelden seit 1997 an und hat schon viele Male auf der Bühne gestanden.

Bei ihrem diesjährigen Theaterstück „Ein Mädchen muss her“, ein Lustspiel in drei Akten von Erich Koch, stehen auch nur Akteure auf der Bühne, die den Zuschauern von vielen Veranstaltungen der Laienspielschar bereits bekannt sind.

Wer die Darsteller kennt und schon einiges von ihnen gesehen hat, der weiß, was ihn erwartet: Ein lustiger Abend mit viel Witz, Irrungen und Wirrungen. Es sind nicht nur die Dialoge, die diese Vorstellungen ausmachen, sondern die Gestik, die Mimik, der Tonfall und die Spielfreude der Mitwirkenden machen die Aufführungen zu etwas ganz Besonderem.

Was erwartet die Zuschauer dieses Mal? Die Schwestern Mina (Andrea Hakvoort) und Magda (Ulrike Kreischer) leben zufrieden mit ihren Familien in einer Wohnung und teilen sich Wohnzimmer und Küche. Die Harmonie zwischen den Geschwistern scheint durch nichts zu trüben zu sein. Auch nicht durch ihre Ehemänner, die in den Ehen deutlich die zweite Geige spielen. Franz (Christoph Hütten) und Emil (Andre Kresken) ertragen ihr Schicksal mit viel Humor.

Hauptsache der Stammtisch bleibt frauenfrei und der heimliche monatliche Abstecher in die „Schwarze Katz“ ist gesichert.

Die Idylle bricht schlagartig zusammen, als die ungeliebte dritte Schwester einem Unfall zum Opfer fällt und stirbt. In ihrem Testament verfügt sie, dass nur die Familie als Haupterbe in Betracht kommt, in der als erstes ein Mädchen geboren wird.

Ein gnadenloser Kampf um das Erbe beginnt, der sich nicht nur in den Schlafzimmern der beiden Ehepaare abspielt. Wachtmeister Willi Lebertran (Michael Kamps) als Vorsitzender des Tierschutzvereins und der Pfarrer (Clemens Bonnes) mischen kräftig mit, um selbst an das Vermögen zu kommen. Denn sollte innerhalb von zwei Jahren kein Mädchen geboren werden, dann fällt das beträchtliche Erbe an den Tierschutzverein und die Kirche. Um dieses Ziel zu erreichen, verstrickt der Wachtmeister den Pfarrer in nicht ganz legale Machenschaften.

Warten auf Nachwuchs

Als die körperlichen Anstrengungen für Franz und Emil zu groß werden und der Besuch in der „Schwarzen Katz“ in Gefahr gerät, schlagen diese zurück. Erst klären sie ihre Kinder Fabian (Andreas Terhorst) und Manuela (Ina Bonnes) auf und dann versetzen sie ihre Frauen zusammen mit dem Pfarrer und dem Wachtmeister durch K.o.-Tropfen in einen Tiefschlaf.

Dass zum Schluss alles noch gut ausgeht und alle von der Erbschaft profitieren, dafür sorgen Fabian und Manuela. Denn die beiden haben sich ineinander verliebt und der Nachwuchs ist schon unterwegs.