Gimborn lässt die Katzen tanzen

Die 20 Leser mit Geschäftsführer Jan Beckschäfer (hinten Mitte neben Lokalchef Norbert Kohnen) vor dem Firmengebäude an der Albert Einstein-Straße.
Die 20 Leser mit Geschäftsführer Jan Beckschäfer (hinten Mitte neben Lokalchef Norbert Kohnen) vor dem Firmengebäude an der Albert Einstein-Straße.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
20 treue Abonnenten ließen sich von Geschäftsführer Jan Beckschäfer die stolze, 160 Jahre alte Firmenhistorie erläutern, und er stellte die Produkte und die Absatzmärkte des Heimtierspezialisten vor.

Emmerich..  Wo kommen die Snacks eigentlich her, die Katzen und Hunden so lieben und ihnen obendrein noch richtig gut tun? Die Käserollis oder gefüllte Taschen als Fitness-Mix beispielsweise? Das wollten 20 NRZ-Leser einmal genauer wissen und meldeten sich zum Firmenbesuch bei der H. von Gimborn GmbH an. Das Interesse war diesmal besonders groß, offenbar befinden sich viele Heimtier-Liebhaber unter den Abonnenten. So konnten leider nicht alle Interessenten berücksichtigt werden, das hätte die räumlichen Kapazitäten bei Gimborn gesprengt. Kleiner Trost: Die nächste Firmenbesichtigung kommt bestimmt!

Heimweh gehabt

Die glücklichen 20 zeigten sich sehr zufrieden über die informative Power-Point-Präsentation Jan Beckschäfers zur 160-jährigen Firmenhistorie, zu Produkten, Absatzmärkten und zur Bedeutung des Online-Handels. Jan Beckschäfer ist Geschäftsführer und seit 18 Jahren in der Heimtierbranche tätig und kennt den Betrieb folglich aus dem Eff-Eff.

So meinte etwa Jürgen Slominski, Hundebesitzer: „Ein sehr schöner Vortrag.“ In den Jahren 1972 und 1973 selbst bei Gimborn gearbeitet hat Gerrie Hoogevorst, als dort noch Körbchen, Jäckchen und Höschen für Fiffis hergestellt wurden: „Auch den Umzug von te Laak nach Lohmann habe ich noch mitgemacht. Ich habe nur sehr gute Erinnerungen, ich habe da sehr gerne gearbeitet“, erzählte sie. Der berufsbedingte Wechsel nach Kleve sei ihr schwer gefallen. „Ich hatte echt Heimweh, ich wollte den Schornstein der Germania wiedersehen!“ Ihr Wunsch wurde später erfüllt, und seitdem lebt sie mit Familie, Hund, Katze, Fischen und Vogel glücklich in Emmerich.

Und sie kauft sicher das nicht müffelnde Katzenstreu von Gimborn für ihren schnurrenden Stubentiger, das im großen Stil im süddeutschen Kelheim produziert wird, während im Emmericher Stammwerk an der Albert Einstein-Straße von der rund 100 Mitarbeitern wohltuende Pasten und Tabletten für Katzen (zu 95 Prozent) und Hunde hergestellt werden.

„Katzen sind reinliche Tiere und schlecken sich bei jeder Gelegenheit das Fell sauber. Dabei werden abgestorbene Haare aufgenommen und verschluckt. Die verursachen dann die Probleme“, so Beckschäfer. Die Katze würgen die Haare aus. „Und da kommen wir ins Spiel.“ Malz in den Tuben regt die Darmtätigkeit der Katzen an, so dass sie die Haare auf ganz normalem Wege ausscheiden können.

Die Produkt-Verpackungen wurden inzwischen optisch aufgepeppt und die neuen Markennamen GimCat (vorher Gimpet) und GimDog eingeführt.

Jan Beckschäfer hatte für die NRZ-Leser viel Zeit mitgebracht und entließ diese auch nicht mit leeren Händen. Und er bekam den Tipp, künftig seine informativen Ausführungen mit einem Video-Film zu würzen, der Einblicke in die Produktion gewährt. Die blieben den Gästen, was ihnen vorher aber bekannt war, aufgrund der besonders strengen Hygiene-Bestimmungen im Bereich des Futtermittelrechts verwehrt.

Auch wenn sich bei Gimborn alles um Tiere dreht: „Ein Hundeleben“, so meinte Beckschäfer zum Schluss, „führt hier keiner“.