Gecko traf Fohlen beim Eltener Seifenkistenspektakel

Wettrennen mit „Seifenkisten“. In Elten wurde am Samstag die Geschwindigkeit getestet.
Wettrennen mit „Seifenkisten“. In Elten wurde am Samstag die Geschwindigkeit getestet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das 4. Seifenkistenrennen in Elten brachte 136 Teilnehmer in 28 Teams an den Start. Alle trotzten dem schlechten Wetter am Samstag. Kai Stanzik und Maren Steigerwald lagen vorn.

Elten..  Abregnen am Eltenberg zum Auftakt des 4. Seifenkistenspektakels:. Nachdem es zum Start, zum Wiege- und Messmarathon und den ersten Rennen am Freitag noch trocken war, öffnete Petrus mal eben die Schleusen, sodass sich der Spektakel-Hauptplatz in eine große Pfütze verwandelte. Macht nichts! Denn kuschelig ging’s im Zelt mit ‚Gustimusic‘ in die Nacht vor dem Haupttag. Während sich ein Pommes-Düftchen breit machte, hörte man von weitem aus dem Drost’schen Fahrerlager nicht endendes Gelächter. Von mieser Wetter-Stimmung keine Spur.

Apropos Spur: Die Tüftler hatten ihre Kisten stets vor Manipulation und Regendurchlässigkeit im Visier. Eine besondere Fohlen-Kiste, im Borussia Mönchengladbach-Design, wurde von Lutz Reintjes bewacht. „80 Stunden haben mein Sohn Jannis, Jan Wittenhorst und ich daran gebastelt.“ Nicht ganz verdeckt mit einer Plane nahm das Gefährt vom Road-Runners-Team schnell Sichtkontakt mit der von Johannes Diks prämierten originellsten Gecko-Kiste des Laubi-Teams nebenan Kontakt auf. Die dominierende Farbe Grün verbindet halt. „Obwohl die gelbe Starterzahl 11 gar nicht auf unsere Kiste passt“, räumte augenzwinkernd der Gladbach-Fan Reintjes ein.

Mit Oldtimern den Berg rauf

Was zunächst am Samstag wie Bilderbuchwetter aussah, verwandelte sich in Nullkommanix in einen Sturm mit kübelweise Wasser von oben, abgebrochenen Ästen, einem nicht mehr haltbaren Fallschirm und zerpflückten Heuballen auf der Kopfstein-Rennstrecke in Hochelten. Folge: „Wir starten später. Die Zeiträume zwischen den Rennen werden gestrafft“, so die Organisatoren Udo Wittenhorst und Frank te Kempel. Gemeinsam mit Mark Krause, Marco Nellessen, Jonas Brüggemann, Marc Geerlings und einer Vielzahl von Helfern von THW (35!), Schützen, BI „Rettet den Eltenberg“ und der Interessen- und Werbegemeinschaft Elten hatten sie das Event auf die Beine gestellt. „Das ist schon im Kreis Kleve einmalig“, lobte Bürgermeister Diks nicht ohne den Wunsch zu äußern, dass es zum kleinen fünften Jubiläum 2016 eine Neuauflage gibt.

Bei nasser Fahrbahn verbunden mit einem „Langsam Fahren“-Appell starteten zunächst die Jüngsten der 136 Teilnehmer der 28 Teams. „Einfach ist das nicht. Wenn man einen vollen Einkaufswagen vor den Augen hat und nicht viel sieht“, hieß es von Timon te Kempel schmunzelnd nach dem Rennen. Ehe er sich versah, ging‘s gezogen mit den Oldi-Treckern von Paul Luitwieler und Heinrich te Kempel über die van-der-Renne-Allee den Berg nach oben zum Startpunkt. Den Junioren-Cup sicherte sich übrigens Paul Kaster mit der beigefarbenen blinkenden Kiste von „Schrott aber flott“.

„Wenn nicht die Römer, wer sollte denn sonst dieses Kopfsteinpflaster beherrschen“, zeigte sich Simon Schütte (Endspurt) mit Lorbeerkranz siegessicher. Bis zum Schluss lieferten sich die Herren jedoch ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um Hundertstelsekunden. Letztendlich setze sich Kai Stanzik (TWE Racing Team) durch. Bei den Ladies hatte trotz Schwägerinnen-Duell zwischen Margit und Gabi Reintjes jemand anderes die Nase vorn. Der erste Platz ging an Maren Steigerwald vom TWE Racing Team I gefolgt.

Krönender Abschluss zur Siegerehrung: Mit Konfetti von oben, Pokalen, Medaillen, auffällig bunten Siegerkränzen und Flaschen Sekt nahmen alle Abschied vom Seifenkistenspektakel 2015. Gejubelt wurde noch bis in den frühen Sonntagmorgen, wie man hörte . . .

Übrigens:

Die Technik beim Seifenkistenrennen wird immer wichtiger. Jonas Brüggemann vom THW überreichte erstmals einen Technik-Pokal. Der ging an das Meister-Jäger-Team, die ihre Kiste auch mal in orangefarbene Nebenschwaden am Samstag einhüllten.


Gute Nachrichten gab’s aus dem Krankenhaus, so Frank te Kempel. Beim einzigen Unfall zog sich Harry Wezendonk (Team Grillspießbubbis) Prellungen zu. Wir wünschen gute Besserung!

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.seitenkistenspektakel.de.