Freitag beginnt die Emmericher Kirmes

Die Kirmes-Macher mit dem Lageplan der Kirmes, von links Dirk Jansen, Gabriele Tebaay, Jürgen Vermöhlen und Sandra Voss.
Die Kirmes-Macher mit dem Lageplan der Kirmes, von links Dirk Jansen, Gabriele Tebaay, Jürgen Vermöhlen und Sandra Voss.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
64 Schausteller tummeln sich vom 3. bis 6. Juli auf dem Geistmarkt und dem Rathausvorplatz. Kirmes ist auch ein Wirtschaftsfaktor.

Emmerich..  Die ersten Schausteller sind schon eingetrudelt. „250 bis 300 Personen bringt die Kirmes immer mit, einschließlich Familien“, sagt Jürgen Vermöhlen, der Kassierer des Schaustellerverbandes Kleve-Geldern: „Die lassen auch Geld in Emmerich, die müssen einkaufen, tanken, da kommt schon einiges zusammen.“ Und sie kommen immer wieder gerne in die Rheinstadt.

Freibier nach der Eröffnung

„Emmerich ist für uns immer eine gute Veranstaltung“, betont Dirk Janßen, der Chef des Schaustellerverbandes. Am Freitag ist es wieder soweit. Um 15 Uhr öffnet der Rummel seine Pforten. Und zwar ganz traditionell.

Das Emmericher Blasorchester stimmt die Besucher ab 14.30 Uhr auf die vier tollen Tage ein, dann versucht sich die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Elke Trüpschuch am Fassanstich, und wenn das Freibier sprudelt, lautet das Motto auf allen Fahrgeschäften „Happy hour“. Vor allem das 25 Meter hohe „Ultimate“ von Marinus de Weijer aus Praest dürfte einen Ansturm erleben: eine Riesenschaukel, die einen ultimativen Thrill auch ohne Überschlag verspricht. „Das gibt es deutschlandweit nur zweimal“, so Dirk Janßen.

Diese Adrenalin-Ausstoßmaschine wird vor der Polizeiwache postiert. Dass wieder alles an seinem rechten Platz ist, dafür hat Gaby Tebaay vom Ordnungsamt gesorgt, wofür sie von Janßen dankbar zur „Kirmes-Architektin“ befördert wurde. Diese hatte wieder 193 Bewerbungen sichten müssen und schließlich 64 Zusagen erteilt und 129 Absagen.

Was bietet die Kirmes 2015 sonst noch? Natürlich Klassiker für die ganze Familie wie den Auto-Scooter, den Musikexpress, den Break Dancer für die Jugend und den Simulator. Die Kleinen dürften ihren Spaß mit der Kindereisenbahn, dem Kinderkarussell sowie den Kinderfahrgeschäften Samba Ballon und Kinderschleife haben. Familientag mit ermäßigten Preisen ist der Montag, der mit dem Feuerwerk, von den Schaustellern finanziert, spektakulär ausklingt.

Apropos Preise. „Wir haben den 8,50 Euro-Mindestlohn wie nichts weggesteckt und die Preise auf einem familienfreundlichen Level gehalten“, betont Schausteller-Vorsitzender Dirk Janßen. Der Bürokratieaufwand sei gleichwohl enorm: „Gute Leute kosten auch auf der Kirmes Geld.“ Aber entscheidender als der Preis sei das Wetter. Und am Wochenende soll das Thermometer bis auf 40 Grad hochschnellen. Das gilt nicht als ideales Kirmeswetter. Immerhin wird diesmal keine Fußball-WM oder EM die Besucher vom Bummel über die Kirmes abhalten.