Freie Sicht vom Eltenberg gibt’s frühestens im Herbst

Das markante Wahrzeichen, der Eltenberg, ist auch von der Emmericher Rheinbrücke gut zu erkennen.
Das markante Wahrzeichen, der Eltenberg, ist auch von der Emmericher Rheinbrücke gut zu erkennen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Das Freischneiden der Sichtachsen auf dem Eltenberg, das im Masterplan Hochelten höchste Priorität genießt, wird wohl noch bis Herbst auf sich warten lassen.

Elten..  Oh, wie schön ist der Niederrhein-Blick, wenn man auf dem Eltenberg steht! Besucher der bekannten Anhöhe werden den Freudenruf in diesem Sommer so übermütig nicht von sich geben. Die Sichtachsen, derzeit noch von allerlei Pflanzenwuchs blockiert, werden nämlich frühestens im Herbst freigelegt. Und erst dann den ungetrübten Blick in die Landschaft hergeben.

Der Ratsbeschluss vom September vergangenen Jahres, der für das „Freischneiden der Sichtachsen“ auf dem Berg rund 110 000 Euro als genehmigten Kostenfaktor ausweist, lässt sich offenbar nicht so schnell umsetzen wie viele Besucher und Eltener Bürger sich das wünschen. Auch wenn der Freiachsenwunsch unter dem Vermerk „Priorität 1“ im „Masterplan“ firmiert. Viel wichtiger geht’s im verklausulierten Stadtverwaltungsvokabular kaum. Dazu ist der Freiachsenschnitt seit einigen Wochen Bestandteil des grenzüberschreitenden Natur- und Kulturtourismus’ Montferland/Emmerich.

„Es gibt aber noch eine Menge an Detailarbeit zu erledigen“, betont Ingrid Tepass, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung im Rathaus, „da kann man nicht so einfach herumschneiden wie es gerade passt.“ Ob’s Oktober oder gar November wird, darauf mochte sich Tepass nicht festnageln lassen. Grundstückseigentümer wie die katholische Kirche sind im Thema natürlich involviert, weil der Baum- und Sträucherschnitt auf kirchlichem Boden erfolgen könnte.

Gefahr der Bodenerosion

Es scheint auch noch nicht ganz klar, an welcher Stelle oder an welchen Stellen es eine schöne Besucher-Aussicht über niederrheinische Grenzen hinweg bis in die Nachbarland hinein geben soll. Ein weiteres Problem ist die sandige Beschaffenheit des Eltenbergs. Es muss wohl an den freigeschnittenen Stellen eine gewisse Unterpflanzung her. Sonst könnten die Planer Gefahr laufen, die Bodenerosion anzukurbeln. Gerade auch, wenn es über Tage hinweg vom Himmel regnet.