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Frauen aus Millingen feierten ausgelassen

16.01.2015 | 07:00 Uhr
Frauen aus Millingen feierten ausgelassen
Beste Laune hatten die Damen beim bunten Nachmittag der Kfd Millingen.Foto: Thorsten Lindekamp

Millingen.   Die Mitglieder der Kfd Millingen erlebten einen schönen Nachmittag. Stewardess Margot Essink und ihre Damen brannten närrisches Feuerwerk im „Luftschiff“, dem Saal des Gasthofs Jonkhans, ab.

„Bitte nehmen Sie die Plätze ein und gehen Sie in die aufrechte Sitzposition!“ ordnet die freundliche Stimme an. Die gehört der Millingener Kfd-Chefin Margot Essink, die im rot-blauen Dress steckt und ein Stewardess-Schiffchen auf dem Kopf trägt. Die Kaffeetassen werden noch einmal zum Mund geführt, dann nimmt das Narrenluftschiff im Gasthof Jonkhans Fahrt auf. Dreieinhalb Stunden wird die „Reise“ der Kfd-Frauen dauern, die mit sanfter Landung, aber angeschlagenem Zwerchfell enden wird.

Tanzende Flamingos

Gleich viermal werden die 170 Frauen, die am bunten Nachmittag dabei sind, an die Gewehre gehen, um den Akteurinnen auf der Bühne ihre Hochachtung zu zollen. Die feurigste Rakete zünden die Damen für die tanzenden Flamingos, vier schräge Vögel, die (gottlob) ihre Schnäbel nicht halten können, obendrein ihren Hals grazil im Rhythmus von ABBAs „Dancing Queen“ oder Joe Cockers „You can leave your hat on“ schwingen.

Da sind die Gäste längst in allerbester Laune. Dafür hat auch Irmgard Mäteling mit ihrem „Terroranruf“ gesorgt. Sie spielt die 79 Jahre alte Josefine Schmalzbach, die sich einen Spaß daraus macht, ihren arbeitsscheuen und geldgierigen Enkel telefonisch zu nerven. Und dabei die demente Oma zu mimen, so dass „Hansiburschi“ den Eindruck bekommen muss, dass das Ersparte bald weg ist. Klar, dass dafür eine Rakete hochgeht!

Die erste böllert schon früh am Nachmittag durchs Flugzeug für Irmgard Blümer, Margot Essink, Helga Bünck und Gudula Giesen. Bei einem Klassentreffen wird schnell klar, dass Dekaden nach dem letzten Schultag der Zickenkrieg noch längst nicht zu Ende ist.

Durch die Reihen zieht die Tanzgruppe als rotgewandete Funkemariechen, die nicht nur zackige Märsche präsentierten, sondern flotte Pop-Rhythmen à la Jennifer Lopez („Put your hands on the floor“) oder Tony Christie („Is this the way to Amarillo?“) im Blut haben. Noch atemlos vom Tanz bittet Annette Hesseling dann Angelika Hoppmann auf die Bühne, um ihr für die über Jahre auf den Leib geschneiderten Kostüme zu danken. „Sie hat unsere Kleidergrößen verfolgt, wie, ja, wir sie gar nicht wissen wollten“, sagt sie schmunzelnd.

Was bei keiner Sitzung fehlen darf: Das Gesangs- und Gitarre-Duo No Mercy mit Rosita Diebels und Gudrun Wiethoff. Bei ihnen geht es um die Lieblingsbuxe, die Reise(un)lust, die Männer. Bevor das furiose närrische Playback-Finale einsetzt, beschreiben sie schon mal musikalisch den Morgen danach: „. . . und morgen früh, wenn es Euch noch nicht so gut geht, habt Ihr noch immer dieses Lied im Ohr.“ Worauf der Saal in den Refrain dazu anstimmt, „Country road, take me home . . .“

Maria Raudszus

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2015-01-16 07:00
Emmerich