Fliegende Delfine und tanzende Kühe in Leegmeer

Mit Rasseln und Tröten ging es für die Kinder der Leegmeer-Grundschule am Freitag auf die Reise.
Mit Rasseln und Tröten ging es für die Kinder der Leegmeer-Grundschule am Freitag auf die Reise.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der 13. Rasselumzug der Leegmeer-Grundschule war für 220 Kinder ein großer Spaß. Die Lehrerinnen legten in der Turnhalle einen Kuh-Tanz aufs Parkett .

Leegmeer..  An der Wassenbergstraße war’s am Freitagmorgen gegen 10.45 Uhr nach nur wenigen Laufminuten vorbei mit dem Rasselumzug in üblicher Akustik. Die närrischen Geister eines dem gecken Spaziergangs freundlich gesonnenen Kreditinstituts packten plötzlich kleine blaue Tröten aus. 440 Hände schnellten aus der kindlichen Menge an Jung-Karnevalisten, die den Kundeneingang undurchlässiger als ein Sieb gestalteten, in die Luft.

„Hier, hier!“ oder „Heeeeelau!“ oder beides sollten lautstark die Flugbahn der Blasinstrumente beeinflussen. Und als alle Tröten den Weg in Grundschüler-Finger und -Münder gefunden hatten, wurde es laut. Verdammt laut. So laut, dass nun auch die komplette Nachbarschaft wusste: Der 13. Leegmeer-Rasselumzug ist eigentlich ein Trötenumzug.

Gut, dass die erweiterte Kollegenschar um die Rektorinnen Nadja Scherer und Tanja van Kampen sich als Kühe verkleidet hatten. Der tierisch fleckige Kopfplüsch reichte, schützend natürlich, bis über beide Ohren. Der einzige Mann des Lehrerschar hatte Glück. Er tauschte ein Seminar gegen die Vorstellung, auch als Kuh „muh“ machen zu dürfen.

Vor den Tröten lagen Bonbons, Plätzchen, Schokoladen und sonstige Süßwaren, die von Eltern, Freunden und auch anliegenden Geschäftsinhabern geworfen wahlweise im Rucksack, der profanen Plastiktüte oder im Hut landeten.

Einen besonders langen hatte Jana (8) dabei. Die kleine Zauberfee mit dem schwarzen Glitzerumhang und passend geschminkter Nasenspitze nutzte ihren Spitzhut, um vor allem Beute zu machen.

Nur diesen blauen kleinen und doch so begehrten Stoffdelfin sollte sie einfach nicht bekommen. Rosa und Grau fand sie zu mau. Freundin Pia (8) hatte blau. Sorgsam in der Tasche versenkt. Gar nicht so einfach, nun Rosa gegen Blau zu tauschen. Mit den Trötenwerfern kam die freundschaftliche Einigung unter achtjährigen Mädels doch noch zustande.

Vor der halbstündigen Runde unter polizeilicher Schutzaufsicht ging’s bereits in der Turnhalle närrisch zur Sache. Man ließ musikalisch „im Tal die Bratkartoffeln blühen“, den „Dackel Dideldum“ loslaufen, freute sich über den Tanz der „fantastischen 12“.

Höhepunkt war allerdings der Kuh-Tanz des Kollegiums. Scherer, van Kampen und Co. mussten glatt eine Zugabe hinlegen. „Die Kinder hatten Spaß“, fanden die Rektorinnen unisono, „da macht man doch gern mal Quatsch . . .“