Fietsen auf der Deichkrone

Emmerich..  Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner jüngsten Sitzung dem Rat empfohlen, die Deichsanierung zwischen Emmerich und Dornick zu billigen. Der Deichverband (DV) Bislich-Landesgrenze hatte nach einer Sitzung im Dezember 2014 noch Wünsche der Politik eingearbeitet.

Der Deichverteidigungsweg, der nördlich des Deiches entstehen soll, wird auf eine Breite von 4,20 ausgeweitet. Vorgesehen ist eine asphaltierte Fahrbahn von drei Metern Breite zuzüglich je 60 Zentimeter langen Rasengittersteinen an den Seiten. Die Erschließungsbereiche für die Erftstraße, den Kalflackweg und den Niersweg, die am Deich münden, werden in der Planung vergrößert. „Außerdem haben wir zwei Ausweichrampen von 5,50 Metern Länge eingeplant. Hier sowie an den Straßeneinfahrten ist ein Begegnungsverkehr möglich“, schilderte DV-Geschäftsführer Holger Friedrich. Genau dies war der Politik besonders wichtig.

Für Radfahrer und Spaziergänger interessant ist, dass der Deichkronenweg von Löwenberg bis Dornick auf 2600 Metern nur für sie bestimmt sein soll. Auf Höhe der Hauptstraße ist eine Anbindung gen Vrasselt möglich. Auf Anregung von Dornicks Ortsvorsteher Gerd Böcker (CDU) wird eine weitere Abfahrt in Höhe der Stadtweide in Betracht gezogen, was etwas mehr kostet.

70-prozentige Förderung

Es wird wohl nur einen Bereich geben, in dem der Deichverteidigungsweg auf der Deichkrone verlaufen muss – nämlich von der Kläranlage bis zur Kupferstraße. Hier passt schlichtweg keine Straße zwischen Kläranlage und Deich.

Für die Errichtung des Geh- und Radweges einschließlich der Planungen und landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen fallen Kosten von etwa 800 000 Euro an. Aus dem Förderprogramm „Radwege auf dem Rheindeich/ Nahmobilität“ ist mit einer 70-prozentigen Förderung zu rechnen.

Für die spätere Unterhaltung des Weges ist die Stadt Emmerich zuständig.