Feier mit der Honigwabe: Löwenzahn wurde 25 Jahre alt

Alles so schön bunt hier: Auch Schminken
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Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Emmericher Kindergarten Löwenzahn in Speelberg feierte am Wochenende seinen 25. Geburtstag. Dazu wurde auch die „Honigwabe“ für U-3-Kinder offiziell eingeweiht.

Speelberg..  Die erste Kindertagesstätte Emmerichs feierte mit rund 150 Gästen am Samstag bunt und fröhlich ein kleines Jubiläum. Leicht verfrüht zwar, weil der offizielle Geburtstag eigentlich der 1. September ist. Damals gründete eine Elternintivative den Kindergarten Löwenzahn, weil es zu wenig Kindergartenplätze in Emmerich gab. Das Vierteljahrhundert wurde nun am Kastienweg feierlich mit der offiziellen Eröffnung der „Honigwabe“ verknüpft.

Vom mit roten und gelben Stühlchen im Puppenstubenformat, vier Schlafplätzen sowie einer Spiel- und Tobe-Ecke eingerichteten Rückzugsraum für Kinder unter drei Jahren überzeugte sich zum Fest, inklusive WC mit Wickelraum auch Johannes Diks. Der Bürgermeister war einst 1. Vorsitzender der Elternintiative, die heute von Heike von der Heiden angeführt wird.

Seit Oktober 2013 gebaut

Mit finanzieller Hilfe der Stadt und des Landes Nordrhein-Westfalen wurde der Neuanbau gestemmt. Die Grundsteinlegung war im Oktober 2013. „Aber erst jetzt sind die Räume wirklich fertig – auch wenn wir sie seit August schon nutzen“, bekräftigt Bärbel Brosch.

Die Pädagogin aus Nütterden leitet seit neuneinhalb Jahren den Löwenzahn. „Viele Kinder brauchen ihre Zeit, um sich auf eine Gruppe einzulassen“, hebt Brosch hervor, „sie müssen lernen, mit anderen zu spielen. Und sie müssen den Alltag in einer Gruppe kennen und annemen lernen.“ Der Rückzugsraum hilft dabei sehr.

Zwei Erzieherinnen kümmern sich um die aktuell acht U-3-Kinder. „Wichtig ist, dass die Kleinen auch feste Bezugspersonen haben, um Vertrauen aufzubauen“, sagt Leiterin Brosch. Insgesamt sind sieben Festangestellte, eine Auszubildende sowie Praktikanten für die aktuell 44 Löwenzahn-Kinder in der Einrichtung zuständig.

Gerade in der jüngeren der beiden Altersgruppen – zwei bis vier Jahre und vier bis sechs Jahre – sind mehr helfende Hände gefordert. „Die älteren Kinder arbeiten schon selbstständiger. Das soll aber auch so sein“, betont Brosch.

Die eigene Motivation der Kinder wird belohnt. Etwa mit dem Schleifenpass. Diesen bekommt jeder, der sich selber die Schuhe zubinden kann. Was profan klingt, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Das weiß Bärbel Brosch ganz genau: „Kinder sind auch nur Menschen. Auf manche Dinge hat man eben mehr Lust, auf andere weniger.“

Nationenfest für alle

Das schönte Erlebnis der Leiterin am Kastanienweg war das Nationenfest im Jahr 2007: „Es gab Speisen und Spiele aus acht Ländern, die im Kindergarten vertreten sind. Das war einfach ein toller Tag für uns alle.“