FDP will Wirtschaftsförderer für Isselburg

Teil der Wirtschaftsförderung in Isselburg könnte, so die FDP, auch eine Werbekampagne seitens der Stadt für den Breitbandausbau sein.
Teil der Wirtschaftsförderung in Isselburg könnte, so die FDP, auch eine Werbekampagne seitens der Stadt für den Breitbandausbau sein.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Die Freien Demokraten wollen in der Stadtverwaltung eine eigene Stelle und somit einen Ansprechpartner schaffen. Zudem soll Stadt Werbung für Breitband machen.

Isselburg..  Zwei Tage lang hat die Isselburger FDP im Rahmen der Haushaltsberatungen die Köpfe zusammengesteckt. Das Ergebnis der Zusammenkunft: Ein gutes Dutzend neuer Anträge, die die Freien Demokraten in den kommenden Ausschüssen und Ratssitzungen vorbringen wollen. „Allesamt haben wir bereits dem Bürgermeister zukommen lassen“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Kevin Schneider. Verschiedenste Themenbereiche will die FDP mit ihren Anträgen in den Fokus rücken.

„Ein stiefmütterlicher Bereich“

Darunter sind Anregungen für den Bereich Wirtschaft, Fördermittel, Schule und Windkraft. Darüber, was sie in den beiden letztgenannten Bereichen beantragt, wollte die FDP noch nichts verraten. Für den Bereich der Fördermittel und Wirtschaft haben die Freien Demokraten gestern ihre konkreten Anregungen vorgestellt. So will das Team um Kevin Schneider eine neue Stelle in der Isselburger Stadtverwaltung extern ausschreiben lassen. „Wir wollen die Wirtschaft in der Stadt stärken und daher einen Wirtschaftsförderer für Isselburg haben“, erklärt Schneider.

Bislang hat der mittlerweile pensionierte Bauamtschef Klaus Dieter Spaan den Bereich der Wirtschaft beackert. „Das hat er aber nur nebenbei gemacht. Wir wollen eine festangestellte und kompetente Person, die sich um die Wirtschaftsförderung kümmert, damit Unternehmen einen Ansprechpartner haben. Zudem sichert eine gute Wirtschaftsförderung auch Arbeitsplätze“, so der FDP-Chef.

Doch nicht nur deshalb mache der Ausbau der Wirtschaftsförderung Sinn. Denn ein Wirtschaftsförderer hätte laut Schneider auch besser die Fördermöglichkeiten von Projekten im Blick. „Die Bürger haben die Kuh lang genug gefüttert. Jetzt muss die EU gemolken werden“, sagt der FDP-Chef.

Das Feld der Fördermittel werde bei der Stadt zu stiefmütterlich behandelt. Dadurch vergebe Isselburg Potenzial, findet auch FDP-Mitglied Johannes Epping. Noch etwas gefördert wissen will die FDP auch in einem anderen Bereich. Nämlich das schnelle Internet. So beantragen die Freien Demokraten, 1500 Euro aus dem Bereich des Tourismus umzuschichten und damit „Marketing im Rahmen der Nachfragebündelung für Glasfasernetze in Isselburg“ zu betreiben.

„Isselburg darf den Anschluss nicht verlieren und muss 2015 den Grundstein für eine digitale Zukunft legen“, so Schneider. Und da müsste die Stadt auch selber Werbung für den Breitbandausbau machen.

Zudem will die FDP sparen. Und zwar Stromkosten. So regt die Partei an, das Budget für die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED zu erhöhen, um so schneller Strom zu sparen. Es wird sich zeigen, ob bei allen Anträgen die anderen Fraktionen mitspielen.