Familienfreundlich wurde in Rees gefeiert

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Rees..  Bereits am Rosenmontag konnte sich die Reeser Innenstadt wieder sehen lassen. Der Baubetriebshof war mit sieben Mitarbeitern ganztags im Einsatz. Denn in diesem Jahr galt es erstmals nicht nur die Plätze und Wege nach den Umzügen in Rees und Haffen-Mehr zu säubern, sondern auch für die Absperrungen für den Zug zu sorgen, da dieses die Polizei nicht mehr übernimmt. Andreas Mai, in dessen Zuständigkeit auch der Baubetriebshof gehört, war Rosenmontag keineswegs als „Undercoverboss“ unterwegs, wie in der RTL-Sendung. Vielmehr hatte er sich, als diese Zusatzaufgabe des Bauhofs zur Diskussion stand, zum Dienst gemeldet. „Es ist gar nicht leicht, an einem Tag wie Rosenmontag sieben Mitarbeiter zu finden“, erläuterte Andreas Böing vom Baubetriebshof.

Dank großer Hinweistafeln und kurzfristigen Absperrungen konnte der närrische Lindwurm problemlos, ohne dass Autos abgeschleppt werden mussten, die Straßen der Stadt passieren. Und nach Ende des Umzugs waren sofort die großen Kehrmaschinen im Einsatz, so dass am frühen Nachmittag bereits der Verkehr wieder in die Stadt rollen konnte. Unglaublich viel zerbrochenes Glas hatte sich in Mehr auf dem Dorfplatz angesammelt. Hier war Rosenmontag auch die Polizei verstärkt im Einsatz. 415 Alkoholgebinde, die Jugendliche mit sich führten, mussten vernichtet, acht sichergestellt werden. Zudem verzeichnete die Polizei im Mehr 15 Platzverweise von Jugendlichen, eine Körperverletzung, die zur Strafanzeige führte, mit einem Leichtverletzten. „In Haffen-Mehr war ein hoher Anteil an Jugendlichen, so dass wir dort offensiv kontrolliert haben“, berichtete Polizeipressesprecherin Manuela Schmickler. In Rees-Stadt wurde ein Familienfreundlicher Karnevalstag registriert mit nur einem polizeilichen Einsatz; ein 14-Jähriger wurde nach Alkoholabusus ins Krankenhaus gebracht. Das wunderschöne Wetter beflügelte die Stimmung. So war auch der neue Vorsitzende des Reeser Karneval Vereins, Frank Schenk, begeistert von der Freude, die die Menschen am Straßenrand ebenso empfanden wie die Zugteilnehmer. Auch in diesem Jahr schaffte es Marcel Weyer im Festzelt für allerbeste Stimmung zu sorgen, so dass der Tag generationsübergreifend auf dem Platz und im Zelt gefeiert wurde.

Zirka 5000 Besucher beim Umzug zählte die Polizei in Rees, 3000 in Haffen und Mehr.