Extraportion Streicheleinheiten

Weihnachtsfrau Andrea Brücher beim Füttern von Rentier Lasse.
Weihnachtsfrau Andrea Brücher beim Füttern von Rentier Lasse.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kleine und große Besucher steckten Rentieren, Frettchen & Co in der Anholter Schweiz an Heiligabend so manche Leckerei aus der Futtertüte zu.

Anholt..  Obwohl das Wetter so gar nicht weihnachtlich war - eher so ein richtiges Schmuddelwetter - waren doch erstaunlich viele Familien am Heiligabend-Vormittag in die Anholter Schweiz gekommen. Ganze Familien oder nur Kinder mit ihren Vätern oder Großvätern wollten sich die Zeit bis zum Abend verkürzen und den Tieren in der Anholter Schweiz ein Geschenk machen. Gab es doch am Eingang für jedes Kind eine Futtertüte mit Leckereien für Enten, Esel und Ziegen.

Und wenn man schon mal da ist, dann ist so ein Rundgang gemeinsam mit Tierpfleger Maik Elbers durch den Biotoppark immer wieder spannend. Denn Elbers weiß immer viele interessante Dinge über die Tiere zu erzählen und freut sich beim Füttern über die Anwesenheit vieler kleiner Helfer. Auch Nick (8) und Till (5) waren gemeinsam mit ihrem Opa Heiner Bernsen in die Schweiz gekommen, um die Zeit bis zum Abend zu überbrücken. Die Oma und die Mama hatten nämlich noch eine ganze Menge zu tun, um ein festliches Essen vorzubereiten. „Und wenn wir die Tiere gefüttert haben, dann gehen wir gemeinsam in die Kirche“, wusste Nick zu berichten, der dort als Josef beim Krippenspiel seinen Auftritt hatte.

Auch die Mama der 3-jährigen Grete musste noch ein wenig dem Christkind helfen, so dass sie gemeinsam mit ihrem Papa Markus Krebs zum Tiere füttern gekommen war. Stolz trug sie den Beutel mit dem Futter und gab erst einmal den Enten eine Extraportion der Körner ab. Morgens hatte sie bereits dem Jesuskind in der Krippe von ihrem Butterbrot abgegeben. Von den Enten ging es weiter zu den Frettchen. Hier durften die Kindern das zahme Tier auf den Arm nehmen und streicheln. So eine Extraportion Streicheleinheiten tut schließlich jedem zu Weihnachten gut.

Die Iltisse freuten sich ebenfalls über ein zusätzliches Festessen, und ganz nervös rannten die Otter schon am Zaun entlang. Die wussten ganz genau, dass es wieder einmal etwas ganz Besonderes zum Fressen gab. Den Luchsen schmeckte das saftige Stück Rindfleisch, über den leckeren Fisch freute sich der Storch, und auch die Wildkatzen warteten schon ungeduldig auf ihre Weihnachtsration.

Und wann geht es endlich zu den Rentieren? Schließlich müssen die ja noch an Heiligabend den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen und beim Geschenke verteilen helfen, wussten einige der Kinder ganz genau. Und zuvor mussten sie ja schließlich was zu fressen bekommen. Aber auch Lasse und seine beiden Weibchen wurden an Heiligabend nicht vergessen. Nachdem die drei mit Flechten und ausnahmsweise auch mit einer Mohrrübe bedacht waren, hatten die Kinder Gelegenheit, für Esel und Kamerunschafe drei Christbäume mit Äpfeln und Möhren zu schmücken, bevor es in der Wildparkschule so richtig gemütlich wurde.

Bei Kaffee und Kinderpunsch las Monika Westerhoff-Boland die Geschichte von den ganz normalen Weihnachtsbonbons von Patricia Koelle. Danach gingen alle nach Hause, wo sicherlich in vielen Familien bereits das Christkind gewesen war.