Experimente mit Föhn und Luftballons

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Rees..  Immer mehr Unter Dreijährige (U3-Kinder) besuchen die Kindertagesstätten. Die Kleinsten brauchen viel Aufmerksamkeit und binden somit viel Zeit der Erzieher. Damit die Großen, also die Vorschulkinder, nicht zu kurz kommen, hat der Sonnenschein-Kindergarten ein spezielles Programm für diese aufgelegt. An drei Vormittagen offerieren die Erzieher an der Falkenstraße eigens für sie Spiel- und Bildungsangebote, bei denen auch die sprachliche Förderung eine große Rolle spielt.

SpuWeMenta heißt das Projekt und auch der Raum für das spezielle Angebot. Spu steht für Spurties und damit für die Kinder, die in den Startlöchern für den Schulbesuch stehen, We ist die Abkürzung von Werkstatt und Menta ist eine Mischung aus Experimente und Mensa. Letzteres, weil der Raum auch als Speiseraum für die Kinder der Löwenzahn-Gruppe genutzt wird.

In der jüngsten Vergangenheit haben sich die Spurties mit dem Thema Fliegen beschäftigt. Es ging um alles, war mit dem Thema zu tun hat – von der Windböe über den Föhn bis hin zu diversen Flugobjekten und Ufos. Es wurde gemalt, experimentiert, gebastelt. Eine Bilderwand zeigt, was die Kinder beschäftigt hat. Sienna hat beispielsweise ein Raumschiff Lexus 3000 gemalt und Jule hat den Drachen „Sae“ gezeichnet. „Den Namen hab’ ich mir ausgedacht“, sagt Jule. Experimente wurden unter anderem mit Föhn, Staubsauger, Ventilator und Luftballons gemacht. „Dabei ging es auch darum, nur Anstöße zu geben, damit die Kinder frei experimentieren“, erzählt Erzieherin Jennifer Wichmann. Vorschulkind Max hat mit einem Föhn einen Luftballon fliegen lassen, Jonah den Luftballon mit dem Staubsauger angesaugt. Was ein nicht geplantes Experiment auslöste. „Der Luftballon hat sich statisch derart aufgeladen, dass er anschließend an der Wand klebte“, berichtet Erzieher Boris Wißen lachend. Natürlich wurde auch das Sprachprogramm integriert. Es wurden Sätze gebildet mit den Wörtern Föhn und Fliegen, Reime gebildet. Am Ende besuchten die Kinder den Flugplatz Schwarze Heide in der Kirchellener Heide. Dort durften sie auch ein Flugzeug von Innen betrachten. Ein Pilot, Vater eines ehemaligen Sonnenschein-Kindes machte es möglich.