Espresso macht das Rennen

Dürfen schon ein wenig stolz sein auf die jüngste Prämierung, von links  Alex Reinhart-van Gülpen, Frank Gruber und Lutz Reinhart-van Gülpen, die Geschäftsführer des traditionsreichen Familienunternehmens Lensing & van Gülpen in Emmerich.
Dürfen schon ein wenig stolz sein auf die jüngste Prämierung, von links Alex Reinhart-van Gülpen, Frank Gruber und Lutz Reinhart-van Gülpen, die Geschäftsführer des traditionsreichen Familienunternehmens Lensing & van Gülpen in Emmerich.
Foto: WAZ FotoPool
Die Familienrösterei Lensing & van Gülpen setzt auf ihre Tradition und schafft es beim bundesweiten Kaffee-Test des Fachmagazins „Crema“ aufs Siegertreppchen.

Emmerich..  So viele Gaumen können einfach nicht irren. Die Kaffee-Profis des Fachmagazins „Crema“ haben dem „Äthiopien Yirgacheffe Aramo Natural“ neun von zehn möglichen Punkten gegeben – das bedeutete Testsieger! Mit Leidenschaft und Handwerkskunst geröstet wurde die Espresso-Spezialität in der Privatrösterei Lensing & van Gülpen.

„Wir sind ein wenig stolz“, freuen sich die beiden Geschäftsführer Alex Reinhart-van Gülpen und Sohn Lutz. Für diese Auszeichnung bei dem bundesweiten Espresso-Test gibt es zwar keine eingerahmte Urkunde, mit der man in dem kleinen, aber feinen Familienbetrieb an der Ostermayerstraße glänzen könnte, aber in der Kaffee-Branche und bei den vielen treuen und neuen Kunden haben die Emmericher wieder einmal aufhorchen lassen.

Prämiert worden sind die braunen Bohnen „made in Emmerich“ in der Vergangenheit schon reichlich. Weil man mit viel Know-how und Herzblut zur Sache geht. Zuletzt hatte Lensing & van Gülpen bei einem Verkostungswettbewerb der über 100 Mitglieder zählenden Deutschen Röster-Gilde zwei Goldmedaillen geholt. „Die Urkunden kommen noch“, sagt Junior-Chef Lutz Reinhart-van Gülpen.

Kaffee heißt wieder van Gülpen

Der 36-Jährige gehörte in Heiligenhaus mit zu den Juroren, kämpfte sich durch die verschiedensten Filterkaffeesorten und gab dann auf Bewertungsbögen seine Geschmacks-Noten ab. „Das war ganz schön hart. Am Ende machte sich das viele Koffein schon bemerkbar ...“

Für den Wettbewerb des Fachmagazins „Crema“ hatten die Emmericher ganz bewusst ihren sortenreinen Kaffee aus einer kleinen äthiopischen Kooperative ins Rennen geschickt, der im Hochland erfolgreich aufbereitet wird; die Aufbereitung ist einer von mehreren Faktoren, die einen guten und genussreichen Kaffee ausmachen -- neben Klima, Böden oder Anbau.

Mit der Entscheidung für den „Äthiopien Yirgacheffe Aramo Natural“ bewiesen die Emmericher das richtige Näschen. Denn die kritischen Tester bescheinigten diesem Espresso folgende Eigenschaften: „Der fruchtige Geruch schon beim Öffnen der Packung verspricht einiges. Der fertige Espresso überzeugt durch wunderbare fruchtige Noten von Kirsche, Himbeere, Melone und Zuckersirup und leichter, angenehmer Säure. Die erstklassigen Provenienzen haben sich hier bezahlt gemacht.“ Solch ein Lob aus fachkundigem Munde geht natürlich runter wie ein himmlischer Espresso.

Die Emmericher sind, bei aller Innovationsfreude, traditions- und qualitätsbewusst geblieben. Schließlich gibt es das Unternehmen schon seit 1862. Und deshalb röstet und vermarktet man den eigenen Kaffee auch wieder unter dem Familiennamen van Gülpen statt unter Royal Coffee.

Zu den Abnehmern gehören Manufaktum, die Filialen von Heicks & Teutenberg, Vino Vino und die Kaffeegarage.