Es tut sich was im alten Rathaus Elten

Das ehemalige Rathaus in Elten gehört Dr. Paul-Georg Behler.
Das ehemalige Rathaus in Elten gehört Dr. Paul-Georg Behler.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Stadt Emmerich plant, den Ende 2015 auslaufenden Mietvertrag nicht zu verlängern. Eigentümer Dr. Behler würde gern an Arzt vermieten. AWo wartet auf Angebot.

Elten..  Was geschieht mit dem ehemaligen Rathaus in Elten? Stand jetzt verlängert die Stadt Emmerich den Mietvertrag nicht. Dr. Paul-Georg Behler, seit fast zehn Jahren Eigentümer der einst städtischen Immobilie, muss sich wahrscheinlich nach Alternativen umsehen. Der Ende 2015 auslaufende Vertrag müsste Mitte des Jahres verlängert werden.

Die Stadt mietet derzeit Räumlichkeiten in dem Gebäude an exponierter Stelle – Ecke Streuffstraße/Sonderwykstraße, unweit des Marktplatzes – an, wo die AWo samt Jugendwerk und das Deutsche Rote Kreuz untergebracht sind. Auch die Bürgerinitiative „Rettet den Eltenberg“ und die SPD nutzen die Räume zeitweise. Im Keller haben Bands zudem die Möglichkeit, ungestört zu proben. Auch hier ist die Stadt der Mieter.

Dr. Behler lotet nun aus, was möglich ist. „Eine Arztpraxis würde sich gut machen“, sagt der inzwischen in Goch angesiedelte Mediziner der NRZ. Im Rathaus befindet sich auch das Physiotherapie-Team Physio Elten von Harry Geurkink. Für sie hat Behler auch einen Aufzug für Gehbehinderte installieren lassen. Etwas, das den Praxisräumen von Dr. Hans-Jürgen Doerwald am Markt in der ersten Etage fehlt. Vielleicht könnte sich ja ein Nachfolger des alteingessenen Hausarztes in Elten im einstigen Rathaus niederlassen. Oder verkauft Dr. Behler sogar? „Im Moment noch nicht“, versichert der einstige Chefarzt am Emmericher Willibrord-Spital. Nur wenn sich wirklich keine geeigneten Mieter finden ließen, dann würde Dr. Behler darüber nachdenken.

Kapazitäten in der Luitgardisschule

Dass die Stadt den Mietvertrag vielleicht doch noch verlängert, ist nicht ausgeschlossen, aber nach NRZ-Informationen unwahrscheinlich. „Wir arbeiten an alternativen Lösungen“, erklärt Stadtsprecher Herbert Kleipaß. Womöglich werden Leerstände anderer städtischer Immobilien in Betracht gezogen. Bekanntlich gibt’s in und an der Luitgardisschule zum Beispiel reichlich Kapazitäten. „Eine Vertragsverlängerung würde ja wahrscheinlich wieder über viele Jahre laufen. Deshalb muss man sich das gut überlegen“, so Kleipaß.

Die AWo Elten wurde schon vor gut einem Jahr darüber informiert, dass der Mietvertrag womöglich nicht verlängert wird, erklärt der AWo-Vorsitzende Michael Eis: „Wir hängen dadurch etwas in der Schwebe. Wir müssen abwarten, welche Alternativen die Stadt uns bietet.“ Dabei sei entscheidend: Zu welchen Konditionen? Die AWo kann sich den vollen Mietpreis nicht leisten, den zum Beispiel Dr. Behler aufruft. Einen Teil hat bisher die Stadt übernommen. Eine Art Sozialförderung. Auf diese werden AWo, Rotes Kreuz und Co. auch künftig hoffen . . .