„Es ist fast wie im Paradies“

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Rees..  Lesen ist wichtig. Lesen fördert das Sprachgefühl, es regt die Fantasie an, kann Wissen und Bildung schaffen oder einfach nur gut unterhalten. Es gibt die verschiedensten Gründe, um zu lesen. Und all diese konnte man Sonntag auf dem mittlerweile 12. Büchermarkt im Bürgerhaus Rees wiederfinden.

„Es ist kein Ramsch- und Trödelmarkt“, betont Thomas Dierkes. 24 Händler und Buchliebhaber aus ganz NRW sind gekommen, um Platz in den eigenen Regalen zu schaffen. „Im Frühjahr sind die Keller noch voll“, so Dierkes, da biete der Büchermarkt die ideale Gelegenheit, aufzuräumen, aber auf für Leseratten, das ein oder andere Schnäppchen zu machen oder das fehlende Werk einer Reihe, eines Autors oder Genres zu ergattern.

So wie Sonja Gries aus Kalkar. Sie kam zum ersten Mal zum Büchermarkt im Bürgerhaus und war äußert erstaunt über die Auswahl und die Abwechslung des Angebots. „Es ist wie im Paradies“. Ein noch nicht ganz vollständiges Paradies. „Eigentlich bin ich auf der Suche nach Büchern aus der Reihe „Der kleine Drache Kokosnuss““, erzählt die Mutter zweier Kinder. Noch habe sie nur Bücher entdeckt, die schon bei ihr zuhause im Regal stehen. Dafür habe sie jedoch schon eine Alternative im Gepäck. „Die Olchis-Bücher sind auch schön. Da geht es um Freundschaft und Abendteuer.“

Ob Kinderbücher, Romane, Thriller oder Sachbücher, ob neu oder antik, beim Stöbern kann man echte Schätze finden. Auf so einer Schatzjagd ist Friedhelm Reich. Er sucht Langspielplatten, etwa von „The Doors“. „Das wäre eine Überraschung“; meint er, wenn er fündig würde. Er werde sich auch bei den Büchern umsehen.

Das gewisse Etwas möchte das Ehepaar Helga und Peter Baumann aus Duisburg anbieten. Sie sind Buchliebhaber und Sammler von Niederrhein-Grafiken. Die typische Landschaft, die Menschen und Autoren haben es ihnen angetan. Hermann Hesse und Heinrich Böll kann man bei ihnen ebenso finden wie Gedichte und Erzählungen ausgewählter Autoren. Auch erotische Bücher und Illustrationen aus verschiedenen Zeitaltern haben sie im Programm. „Auch wenn viele sich nicht trauen und einen weiten Bogen darum machen“, wie Helga Baumann amüsiert feststellt. „Es geht um die Kunst.“ Ihr Mann ergänzt: „Das Heptameron entstand um 1900 und enthält erotische Zeichnungen von Franz von Bayros. Das war damals verboten oder wurde nur unter der Hand weitergegeben“.