Es hat sich ausgeflunkert

Bocholt..  Den Raub, den ein 33-jähriger Angestellter eines Wettbüros an der Ravardistraße am Sonntag, 8. Februar, gemeldet hatte, hat es nie gegeben. Das kam bei kriminalpolizeilichen Ermittlungen heraus. Der 33-jährige Angestellte mit Wohnsitz in Straelen hatte am Sonntag gegenüber der Polizei angegeben, von einem männlichen Täter mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt worden zu sein.

Zügig führte die Fahndung zu einem ehemaligen Mitarbeiter des Wettbüros, einem 37-jährigen Mann aus Bocholt. Dieser wurde noch am Sonntag gegen 23 Uhr von der Polizei an der Thüringer Straße festgenommen. In den Vernehmungen gestanden der Angestellte und der bisherige Tatverdächtige dann, den Raubüberfall nur erfunden zu haben. Als Grund hierfür wurden persönliche Probleme und finanzielle Schwierigkeiten genannt.

Der weitere noch am Sonntag an einer Tankstelle am Westend festgenommene Tatverdächtige, ein 38-jähriger Mann, hatte mit dem vorgetäuschten Überfall nach dem bisherigen Ermittlungsstand nichts zu tun. Da allerdings ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster gegen den Lüdenscheider vorliegt, wurde der Festgenommene in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.