Es hagelte Beschwerden über die Bahn

Rees..  Unzählige Anrufe erreichten die NRZ-Redaktion am Ende einer Chaoswoche bei der Deutschen Bahn. „Wenn man bei dieser Hitze einen Hund im Auto bei 50 Grad und geschlossenem Fenster lässt, wird das Fenster eingeschlagen und der Hund befreit. Zudem droht dem Halter eine saftige Strafe“, argumentierte ein NRZ-Leser am Telefon. „Doch wenn wir im Zug bei diesen Temperaturen unterwegs sind, die Klimaanlage Tag für Tag nicht funktioniert und man kein Fenster öffnen kann, wer befreit uns dann?“, fragt sich der Halderner. Auch Angela Jansen, die am Samstag von Köln nach Rees eine Odyssee hinter sich gelassen hat, war sauer auf die schlechte Informationspolitik der Bahn, da immer wieder Züge ausfielen, die Reisenden aber nicht informiert wurden. So gab es im Zug die Ansage, alle Gäste mögen sich in die vorderen Abteils begeben, da in den hinteren die Klimaanlage nicht funktionierte, bei der nächsten Ansage waren es die Toiletten, die ausgefallen waren. Besonders schlimm traf es die Reeser Spatzen, die sich mit Chorleiter Klaus Lohmann auf der Heimreise vom 5. Deutschen Chorfestival befanden. Ihr Zug blieb rund 200 Meter vor dem Bahnhof Hatzenport liegen. Die Klimaanlage fiel aus, die Fenster ließen sich nicht öffnen, der Zug war zudem überfüllt, ein weiblicher Fahrgast klagte über Luftnot und kollabierte. Auch ein Reeser Chormitglied musste ins Krankenhaus nach Mayen gebracht werden, konnte aber am Abend von den Eltern abgeholt werden.