"Es geht um mehr als acht Prozent"
05.03.2008 | 19:35 Uhr 2008-03-05T19:35:40+0100TARIFE. Etwa 300 Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes versammelten sich gestern in Kleve.
KREIS KLEVE. Der "harte Kern" der zum Warnstreik bereiten Arbeitnehmer traf sich bereits am gestrigen Morgen kurz nach sechs Uhr in einem Raum der Klever Umweltbetriebe (USK). Dort wurde auch der für den Kreis Kleve zuständige stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführer Lothar Angelstorf (58) begrüßt. Bis acht Uhr war hier an der Brabanter Straße die Zahl der Versammlungs-Teilnehmer aus diversen Bereichen des Öffentlichen Dienstes auf 300 angewachsen.
Im Fall der Stadt Kleve waren es gestern nicht nur die Mitarbeiter der Umweltbetriebe, die eine besondere Streikbereitschaft zeigten, auch einige Kindertagesstätten wurden bestreikt.
Bevor es gestern nach 8.30 Uhr mit Bussen und Pkw von Kleve aus zu einer Verdi-Kundgebung nach Duisburg ging, sprach Lothar Angelstorf davon, dass der gestrige ganztägige Warnstreik auch für Verdi eine neue Qualität habe. Das Gerede von sicheren Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst stimme längst nicht mehr angesichts befristeter Verträge und Privatisierung. "Es geht um mehr als acht Prozent in dieser Auseinandersetzung", so Angelstorf, "es geht um bis zu 400 Euro monatlich zusätzlich."
Wer sich im Kreis auf einen Tag ohne Niag-Busse eingestellt hatte, wurde positiv überrascht: Die Busse verkehrten den ganzen Tag über normal. Auch bei der Kreisverwaltung war Warnstreik kein Thema, ebenso wenig am Weezer Flughafen und bei der Reeser Stadtverwaltung. Die Stadt Emmerich geht davon aus, dass hier ebenfalls nicht gestreikt wurde. Verdi schätzte aber gestern die Zahl der Emmericher Teilnehmer auf zehn. (zuk/jum/KH)
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