Es droht die Beschlagnahme des Führerscheins

Emmerich/Rees..  Wer sich nach dem Genuss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln noch ans Steuer setzt, der riskiert einen schweren Verkehrsunfall und dabei sich und andere zu verletzen.

Noch am Heiligabend kam es auf der Emmericher Rheinbrücke zu einem Unfall unter Alkoholeinfluss. Ein 25-jähriger Motorradfahrer aus Goch wurde schwer verletzt, weil ein 23-jähriger alkoholisierter Fahrer aus Emmerich auf ihn aufgefahren war (die NRZ berichtete). Dem Emmericher wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein wurde sichergestellt.

„Der Jahreswechsel wird oft ausgiebig gefeiert, deshalb sollte der Rückweg zuvor besonnen geplant werden“, rät die Polizei: „Fahren Sie mit dem Taxi, bilden sie vorab Fahrgemeinschaften, bei denen ein Fahrer auf den Genuss alkoholischer Getränke verzichtet. Oder gehen Sie zu Fuß nach Hause.“

Fahrzeugführer unterschätzten oft die Gefahren von Restalkohol im Blut und setzten sich morgens nach durchzechter Nacht mit viel Alkohol und wenig Schlaf hinters Steuer. Ohne zu bedenken, dass ihr Körper den Alkohol noch nicht vollständig abgebaut hat. „Bereits geringe Mengen Alkohols wirken negativ auf das zentrale Nervensystem und mindern objektiv das Wahrnehmungsvermögen und die Reaktionsfähigkeit“, warnt die Polizei.

Nach der Formel, dass etwa 0,1 Promille stündlich abgebaut werden, dauert es mindestens zehn Stunden, bis eine Blutalkoholkonzentration von 1,0 Promille vom Körper verarbeitet wird. Weil wider alle Vernunft Autofahrer sich angetrunken ans Steuer setzen, führt die Polizei in der Silvesternacht und am Neujahrstag verstärkt Kontrollen durch. Promillesünder müssen mit einer Blutprobe und der Beschlagnahme des Führerscheins rechnen.