Erstmals eine Feuerwehr-Kameradin

Werth..  Zum ersten Mal in der über 80jährigen Geschichte des Löschzuges Werth konnte Stadtbrandmeister Jürgen Großkopf am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung nicht nur seine Kameraden begrüßen, sondern auch eine Kameradin. Denn dem Löschzug in Werth gehört seit kurzer Zeit ein weibliches Mitglied an – die Feuerwehrfrau Maria Foterek.

22 Jahre alt ist die junge Frau, wohnt seit zweieinhalb Jahren in Werth, hat nach dem Abitur ein soziales Jahr absolviert und macht zurzeit ihr Anerkennungsjahr als Rettungsassistentin bei der Feuerwehr in Bocholt. Und ihr Einsatz bei der Feuerwehr war so interessant, dass sie kurzerhand beim Löschzugführer Christoph Blecking vorstellig wurde, um nachzufragen, ob sie beim Löschzug in Werth als Feuerwehrfrau willkommen sei. „Überzeugungsarbeit musste Maria auch nicht leisten“, gestand Blecking, „ ich war richtig stolz und sie hat ja bereits eine gute Ausbildung in Bocholt genossen.“

3600 Arbeitsstunden geleistet

Ihre männlichen Kollegen hätten sie sehr gut aufgenommen, fügte Maria Foterek hinzu, aber von der guten Kameradschaft des Löschzuges hätte sie auch schon im Vorfeld gewusst. Und jetzt gehört sie zu denen, die 365 Tage im Jahr für die Sicherheit der Menschen in Werth mit zur Verfügung steht.

Und diese Tage im Jahre 2014 waren sehr arbeitsintensiv. 3600 Arbeitsstunden für Einsätze, Übungsdienste und Fortbildungen leistete der Löschzug Werth. Bei ihren 21 Einsätzen befreite der Zug unter anderem eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen, beseitigte ausgelaufene Betriebsmittel und Ölspuren. Hilfe geleistet wurde zudem bei einem Arbeitsunfall, hinzu kommt der Einsatz beim tödlichen Unfall im Rahmen der „Cold Water Challenge“.

Zum Brandschutz klärte der Löschzug die Kinder in den Kindergärten und der Grundschule auf und auch beim Stadtfest in Isselburg war der Löschzug aus Werth präsent. Das sind nur einige der Einsätze, bei denen die Feuerwehr mitgewirkt hat oder anwesend war.

Größter Löschzug im Stadtgebiet

Zum letzten Mal in seiner Laufbahn als Stadtbrandmeister nahm Jürgen Großkopf Beförderungen vor und verlieh Leistungsabzeichen für erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis. Am Ende des Berichtsjahres bestand der Löschzug in Werth aus 48 aktiven Kameraden, 8 Kameraden der Ehrenabteilung und 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und ist somit der größte Löschzug im Stadtgebiet. Auch Kassenwart Werner Nienhaus verlas bei der Jahreshauptversammlung zum letzten Mal seinen Kassenbericht. Er wechselt aus Altersgründen in die Ehrenabteilung. Heinz Hübers heißt sein Nachfolger.