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Erster Schritt zum Kauf des Kolpinghauses Elten

15.02.2016 | 00:00 Uhr
Erster Schritt zum Kauf des Kolpinghauses Elten
Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der St. Martinus-Schützen Elten, schließlich stand eine wichtige Entscheidung über das Kolpinghaus an.Foto: Thorsten Lindekamp

Elten.   Es gab ein einstimmiges Votum der Eltener Bruderschaft zur Gründung eines Trägervereins für das Kolpinghaus in Elten. Außerordentliche Mitgliederversammlung für den 19. März geplant.

Es war ein Abend, der zielweisend sein sollte. Und so hatten zwei ältere Schützen beim Betreten des Kolpinghauses am Samstag den richtigen Riecher. „Wir müssen hier bleiben“, hieß es von dem einen -- und der andere ergänzte: „Das wäre der Tod für unser Dorf, wenn hier kein Leben mehr herrschen würde.“ Eindeutige Worte, die mit einem einstimmigen Votum der anwesenden 139 von 400 Mitgliedern bestätigt wurden. Soll heißen: Die nächsten Schritte für die Gründung eines Trägervereins (NRZ berichtete) für das Eltener Kolpinghaus werden vom Schützen-Vorstand St. Martinus angegangen.

Zukunftsweisende Entscheidung

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19. März folgt dann im Kolpinghaus die Abstimmung über Details. Apropos Details: Die hatten Brudermeister Heinz Wienhoven und seine Vorstandskollegen jede Menge für die Versammlung parat und wiesen auf die Dringlichkeit mehrfach hin. „Wir treffen eine zukunftsweisende Entscheidung. Diese hat auch Auswirkung auf andere Vereine.“ So steht nun fest, was denn das Kolpinghaus kosten soll: 170.000 Euro sind als Übernahmepreis veranschlagt, weitere 80.000 Euro sind für Investitionen vorgesehen. Denn man will das Haus an der Sonderwyckstraße zukunftsfähig und für einen Pächter attraktiv machen. Renovierungen an Heizungs-, Kühl- und Lüftungsanlage, am Dach und nicht zuletzt Isolierungen stehen an. Eins steht auch fest: Ohne Eigenleistungen wird es nicht gehen. Zig Gespräche mit dem „Kolpinghaus e.V.“ (KeV) unter der Federführung von Altbürgermeister Johannes Diks waren vorausgegangen.

Die Gesamtsumme von 250.000 Euro soll sich ein Trägerverein teilen. Mit den Schützen, dem Musikverein, der am Donnerstag bereits, so Wienhoven, sein Okay gab, der Kolpingsfamilie und nicht zuletzt einer privaten Investorengruppe sollen jeweils 55.000 Euro (22 Prozent) gestemmt werden. Die weiteren zwölf Prozent teilen sich der Kneipp-Verein und weitere Institutionen auf. Welche Auswirkungen das nun auf jeden einzelnen Schützen haben wird, wie es mit den Finanzierungsplänen aussehen wird und ob eine Satzungsänderung erforderlich ist, wird sich, so der Brudermeister, in den nächsten Wochen zeigen. „Es drängt im Zeitablauf. Bis August (Anm.: Schützenfest) ist der Betrieb in abgespeckter Form gewährleistet.“

Eines ließ die Schützen ebenfalls aufhorchen: „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Pächter Stefan Kroes.“ Ein Pächter, auf den viele der Schützen insgeheim weiter setzen. Bei allen Plänen und Gesprächen ist jedoch eines entscheidend: „Man bekommt nur einen guten Pächter, wenn wir mit viel Engagement mehr Leben reinbekommen“, so Jens Reintjes.

Die Alternative neben dem Kauf „Festzelt und eigener Schießstand“ wurde von der Versammlung zunächst bis zum nächsten Treffen zurückgestellt.

Wie wichtig das Zentrums des Miteinanders, das Kolpinghaus, für die Schützen ist, wurde einmal mehr deutlich im Geschäfts-, Kassenbericht (René Pommerin und Werner Jansen) oder in denen des Elferrats (Sven Jansen), der Schießkommission (André van Bebber) und der Jungschützen (Marco Braun).

Sympathie und Wohlwollen, das habe man ihm in den vergangenen vier Jahren entgegengebracht, lobte der neue Präses Theo van Doornick: „Hier ist es nicht so anonym wie in den großen Städten.“

Damit das so weiterhin bleibt, trägt der Fortbestand des Kolpinghauses naher St. Martinus sicherlich bei.

Drik Kraayvanger

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2016-02-15 00:00
Emmerich