Erlebnisreich, wenn auch anstrengend

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Rees..  Schon am ersten Tag gaben die Reeser Spatzen nach fünfstündiger Bahnfahrt das erste Konzert auf dem Hauptmarkt in Tier, präsentierten „Die Käsebande“ und „Der Urwaldsong“. Inzwischen sind die 18 Kinder und Jugendlichen sowie ihre drei Betreuer wieder in Rees – nach fünftägigem Aufenthalt beim 5. Deutschen Chorfestival Pueri Cantores in der ältesten Stadt Deutschlands.

„Ein tolles Erlebnis, bei der Hitze aber auch sehr anstrengend“, zieht Chorleiter Klaus Lohmann Bilanz. Daher verzichteten die Reeser auch schweren Herzens auf die Chorparty am ersten Abend, bei der ein Zusammentreffen aller Teilnehmer, immerhin 3000 Kinder und Jugendliche katholischer Chöre, geplant war. Dennoch sollte viel Zeit für Begegnung und gemeinsames Singen bleiben.

„Diözesantag“ war der zweite Tag überschrieben. Knaben-, Mädchen-, Jugend- und Kinderchöre verbrachten den Tag jeweils in einer anderen Stadt. Die Reeser verlebten schöne Stunden in Saarlouis, erholten sich nach der Chorprobe u.a. mit Geocaching, suchten mit Hilfe eines GPS-Geräts Puzzleteile, die nach Zusammensetzung die Melodie von „Ein Männlein steht im Walde“ ergaben. Abends stimmten sie geistliche und weltliche Lieder in St. Ludwig an. „Eigentlich sollte draußen gesungen werden, aber wegen der Hitze wurden wir in die Kirche geführt“, so Lohmann. „Ein verrückter Bauernhof“ stimmten die Spatzen an.

7.15 Uhr hielt der Bus am nächsten Morgen schon vor der Jugendherberge, um die Kinder abzuholen. Denn eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt jeweils nach Trier. „Wir waren in Homburg untergekommen“, so Lohmann, auch deshalb so weit außerhalb, weil man mit den Kindern nicht in einer Turnhalle, sondern lieber etwas bequemer in einer Jugendherberge übernachten wollte. Samstag stand dann eine 2,5 stündige Probe im Dom auf dem Programm. Danach gab’s einen wegen der Hitze verkürzten Stadtrundgang, der sich auf schattige Plätze wie Porta Nigra, Dom und Konstantin-Basilika konzentrierte. Um 16 Uhr sangen sie ein Friedensgebet.

Höhepunkt war der Abschlussgottesdienst am Sonntag im Dom mit Bischof Stephan Ackermann, bei dem alle Kinder gemeinsam sangen. Wegen der Hitze waren zahlreiche Rettungsdienste angerückt. Auch zwei Reeser Kinder hatten Kreislaufprobleme, eines davon musste sogar ins Krankenhaus gebracht werden. Den übrigen sollte noch eine Odyssee bei der Heimfahrt im überfüllten Zug bevorstehen (die NRZ berichtete).