Entscheidungshilfe für Berufswahl

Sie stellten die Ausbildungsbörse „Berufe live“ vor, die zum vierten Mal stattfindet (v.l.): Bürgermeister Johannes Diks, Beate Rogmann (TBH), sowie Martina Schlütter und Hans Sterbenk vom Fachbereich Arbeit und Soziales im Rathaus. Termin ist Donnerstag, 5. März, im PAN.
Sie stellten die Ausbildungsbörse „Berufe live“ vor, die zum vierten Mal stattfindet (v.l.): Bürgermeister Johannes Diks, Beate Rogmann (TBH), sowie Martina Schlütter und Hans Sterbenk vom Fachbereich Arbeit und Soziales im Rathaus. Termin ist Donnerstag, 5. März, im PAN.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Stadt Emmerich und Theodor-Brauer-Haus laden zum 4. Mal zu „Berufe Live“ ins PAN und in 16 Firmen ein. Jugendliche können sich vor Ort informieren

Emmerich..  Zeugnisse sind oft zweitrangig, wenn’s um die Einstellung von Auszubildenden geht. „Vor allem dann, wenn man die Jugendlichen schon einmal 14 Tage im Betrieb kennenlernen konnte“, sagt Bürgermeister Johannes Diks. Deshalb sei der Kontakt zwischen jungen Leuten sowie Arbeitgebern so wichtig, also auch Praktika. Um dieses Kennenlernen zu ermöglichen, laden die Stadt Emmerich und das Theodor-Brauer-Haus (TBH) zum vierten Mal zur Ausbildungs-Börse „Berufe live“ ins PAN ein.

16 Firmen und Behörden, darunter KAO, Probat, Kaufland, NRZ, Katjes, aber auch die Bundeswehr und Polizei, stehen den jungen Leuten am Donnerstag, 5. März, von 15.30 bis 17 Uhr im PAN für Gespräche bereit. Danach geht’s, wenn gewollt auch per kostenlosem Shuttlebus, zu weiteren Unternehmen, die sich die Auszubildenden von morgen direkt anschauen können. Im PAN sowie in den Betrieben, etwa Deutsche Gießdraht, St. Willibrord-Spital und Jobst, werden sie auch auf Auszubildende treffen, die „auf Augenhöhe mit ihnen sprechen“, so Diks.

Das „Emmericher Modell“, wie Diks die Ausbildungs-Börse nennt, sei neben der „Top Job Börse“ (BGE) ein weiteres Angebot, weil die Schüler(innen) einen Blick in die Firmen werfen und sich ein eigenes Bild von möglichen Ausbildungsberufen machen könnten. Finanziert wird das 70 000 Euro teure „Berufe live“-Angebot zur Hälfte von der Agentur für Arbeit, der Stadt Emmerich und drei Stiftungen.

Unvorbereitet kommen die 15-jährigen Achtklässler aller Schulformen nicht an diesem Donnerstag ins PAN. „Mit Beginn des Schuljahres haben wir sie aufs Thema vorbereitet“, erklärt Beate Rogmann vom Theodor-Brauer-Haus. Während diese Termine im Unterricht wahrgenommen werden müssen, sei der Besuch der „Ausbildungs-Messe“ freiwillig.

Auf der sind Handwerks-Betriebe ebenso vertreten wie Industrie-Unternehmen und das Dienstleistungsgewerbe – so können sich die Jugendlichen je nach Neigung aus erster Hand über Ausbildungsmöglichkeiten in Emmerich schlau machen. „Wobei natürlich auch die Arbeitgeber davon profitieren, weil sie gerade mit Blick auf den Fachkräfte-Mangel so künftigen Nachwuchs kennenlernen können“, wirbt Diks für sein Modell.

„’Berufe live’ ist als Entscheidungshilfe bei der Berufswahl gedacht“, unterstreicht Emmerichs erster Bürger die seiner Meinung nach wichtige Initiative. Es gehe nämlich um nichts Geringeres als die eigene Zukunft – und nicht selten werden die jungen Leute dabei auch von ihren Eltern begleitet.

Eröffnet wird „Berufe live“ um 16 Uhr vom stellvertretenden Bürgermeister Herbert Ulrich. Bis 17 Uhr können sich die Schüler dann über Ausbildungsberufe informieren. Danach kann jeder zwei Firmen seiner Wahl besuchen – weiter entfernt liegende Unternehmen werden mit einem kostenlosen Shuttle vom PAN aus direkt angesteuert – um 17 und 18.30 Uhr.