Energiespartipps für jedermann

Foto: FUNKE Foto Services

Rees..  Das Wirtschaftsforum lud zum zweiten Energietag in und vor das Bürgerhaus Rees ein. Wie schon im vergangenen Jahr konnten sich dort Häuslebauer oder Eigenheimbesitzer informieren, mit welcher Technik sie am besten aufgestellt sind, welche Unterschiede die einzelnen Wärmequellen haben – und auch welche Fördermittel und Richtwerte erreicht werden können oder müssen. Doch auch Energiespartipps für jedermann hatten die Protagonisten des Energietages zu bieten.

Elektroräder

Was können Elektroräder – und welche Wesensmerkmale haben die unterschiedlichen Modelle? Was ist ein Hybridfahrzeug – und zu wem passt es? Doch insbesondere das Haus stand an diesem Tag im Fokus. „Bei uns wurden vor allem Wärmepumpentechnik und Sanierungsmaßnahmen nachgefragt“, so Jörg Andres von der Firma Tekloth aus Bocholt.

Was können Photovoltaik-Anlagen leisten? Wie kann Sonnenengerie gespeichert werden und welche Kombination macht Sinn? Denn gerade in dieser Frage kommt ab dem 1. Januar 2016 eine Änderung auf Neubauer zu. Die Energiesparverordnung kommt mit deutlich verschärften Richtwerten daher.

Das bestätigte auch Gregor Albertz von der Firma Stiebel-Eltron. Man müsse dann schon fast eine Wärmepumpe haben, um die nötigen Werte zu erreichen. „Mit Gas und Solar ist das kaum zu schaffen.“ Oder man bekommt einen niedrigen Wert im Energieausweis zugesprochen. Aber zum einen verliert man selbst Geld – zum anderen kann sich dies zum Teil deutlich beim Weiterverkauf oder Mietpreis bemerkbar machen.

„Mit Luft- und Erdreichwärmepumpen kann man die Energiesparverordnung bestimmt um zwanzig Prozent unterbieten“, meinte Albertz. Doch wie so oft liegt vieles am Geldbeutel. Doch eines könne man, so Marcell Jansen-Wallraven von der Firma Waterkotte, sagen: „Bauen wird klar teurer“. Denn: „Was heute ‘Plus’ ist, ist dann ab 2016 ‘Standard’“.

Allgemein zeigten sich die Aussteller von dem mangelnden Interesse am Energietag enttäuscht. Lediglich Gerhard Brinkmann vom Hamminkelner Ingenieurbüro wollte da nicht ganz einstimmen. „Wenn all jene, die da waren, mich anrufen, dann bin ich zufrieden“, zeigte er sich versöhnlich. Denn es seien viele Interessenten mit konkreten Fragen und Anliegen da gewesen. Denn bei ihm geht es auch um konkrete Dinge, beispielsweise in Sachen Photovoltaik.

Denn was ist, wenn man sich eine gute Anlage installiert hat, glaubt ein gutes System gefunden zu haben, doch die Einsparungen nicht im erwünschten Bereich liegen? Dann kann es zum Beispiel sein, dass die auf dem Dach breitflächig aufgestellten Photovoltaikzellen gar nicht alle richtig funktionieren. Um dies zu überprüfen, bietet Gerhard Brinkmann eine umfassende Energieberatung an. Mit Wärmebildkameras zeigt er an, ob und wo es fehlerhafte Zellen auf dem Dach gibt. Denn nicht selten besteht sogar noch eine Garantie.