Emmerichs helfende Hände für Afrika

Bei der Benefizgala des Willibrord-Gymnasiums kam auch die Schulband auf der Bühne zu ihrem Einsatz.Foto:Diana Roos
Bei der Benefizgala des Willibrord-Gymnasiums kam auch die Schulband auf der Bühne zu ihrem Einsatz.Foto:Diana Roos
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Was wir bereits wissen
Siebte Benefizgala des Willibrord-Gymnasiums bringt 1700 Euro ein. King Pin war auch dabei. „Ärzte ohne Grenzen“ und Patenkind aus Ghana freuen sich.

Emmerich..  Kaum ein Platz war in der großen Aula des Willibrord-Gymnasiums noch frei. Und auch die Emmericher Band King Pin war mit von der Partie. Die siebte Benefizgala für einen guten Zweck, von den Elftklässlern der Qualifizierungsphase 1 unter dem Titel „Lend a helping hand“ (übersetzt: Leihe eine helfende Hand) organisiert, brachte am Ende rund 1700 Euro ein.

Großes Engagement

Ein Patenkind im „Wilhelm Educational Complex“ im südghanaischen Temab darf sich nun über finanzielle Unterstützung aus Emmerich freuen. Dazu wird die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ mit einem Geldbetrag aus dem Benefizabends bedacht.

„Mich fasziniert, dass die Schüler immer selbstständiger werden. Es ist toll, wie die Gruppen im Laufe der Jahre immer größer geworden sind, dass sie soviel Zeit opfern und sich engagieren“, unterstrich Schulleiterin Inge Hieret-McKay.

„Wir wollten was gegen die tödliche Krankheit Ebola machen“, erläuterte Mitorganisatorin Hannah Smeenk den Grundgedanken hinter dem aktuellen Engagement.

Das zweieinhalbstündige Programm, an dem die Schülerinnen und Schüler seit dem Herbst vergangenen Jahres gemeinsam gefeilt hatten, sorgte jedenfalls für große Freude und Begeisterung. „Das ist super, wenn man so auf Probleme aufmerksam machen kann. Und wenn Jugendliche zeigen, dass man selber für andere etwas bewegt“, fand Daniel Maiß, deren Zwillingstöchter Jade und Josephine mit 18 weiteren Speelberger Kindern für den tänzerischen Auftakt sorgten.

Die Trommel-AG von Heinz Ulland setzte den afrikanischen Akzent des Abends. Die Schüler der Klasse 6d mit ihrem Tanz ganz in Schwarz und mit Neonlichtern waren das optische Highlight.

Mit Englischlehrer Ulrich Kerner an der Gitarre sorgte Santosh Ghosh von der „Wisbech Grammar School“ als Sänger mit „Somewhere over the rainbow“ oder dem The-Smiths-Klassiker „How soon is now“ von 1984 für Stimmung.

Die Q1-Band ergänzte das Duo, glänzte mit dem Limp-Bizkit-Song „Creamer“ und endete emotional mit „With or without you“ der irischen Band U2. Jonathan Nwankwo agierte hier mit seiner Stimme.

Dafür gab’s ein dickes Kompliment von „King Pin“-Sängerin Carolin Ketelaer, die sich wie die anderen drei Bandmitglieder „riesig freute“, ihren Beitrag zu dem Abend leisten zu dürfen. Zumal man so „auch was zurückgeben“ könne, wenn man vor zehn Jahren selbst auf der Schule sein Abitur gemacht hat, so ergänzte Gitarrist Mark Kneipp.

Die Supertalent-Finalisten überzeugten mit einem akustischen, ruhigen Set: Es gab Stücke aus dem RTL-Wettbewerb („I see fire“ von Ed Sheeran und „Sinfonie“ von Silbermond) sowie drei neue deutsche Songs („Eines Tages“, „Navi Richtung glücklich“ und „Einmal noch“), die im April auf dem neuen Album zu hören sein sollen. Es war der würdige Abschuss eines abwechslungsreichen Abends.

Den Benefizabend im Gymnasium hatten die Moderatoren Chelsea Wagener und Godwilwin Towenou sowie Maren Niemann, Selina Beinecke, Christina Lycko, Jacqueline Tenhaft, Janina Heckens, Tim Büscher, Hannah Smeenk, Jonathan Nwankwo, Felix Langela und Laufens Heinst bestens organisiert.