Emmericherin scheidet bei RTL-Show aus

Vanessa Tappeßer (r.) schied bei der RTL-Show nach nur einer Folge aus.
Vanessa Tappeßer (r.) schied bei der RTL-Show nach nur einer Folge aus.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Tragik, Tränen und nackte Tatsachen halfen nicht: Noch in der ersten RTL-Folge von „Deutschlands schönste Frau“ mit Guido Maria Kretschmer wurde die 24-jährige Vanessa Tappeßer aus Emmerich rausgewählt

Emmerich/Mallorca..  Kurz vor der Entscheidung erklingt ihre Stimme, die Kamera schwenkt noch einmal über die Konkurrenz: „Es wäre schade, wenn ich jetzt gehen würde“, sagt Vanessa Tappeßer. Kaum eine Minute später verkündet Guido Maria Kretschmer dann das, was sie sicher nicht hören wollte. Die 24-jährige Emmericherin ist ausgeschieden. Nach 105 Fernsehminuten ist ihre Reise beim RTL-Format „Deutschlands schönste Frau“ bereits beendet.

Vanessa mit dem Vogelnest

Dabei hatte eigentlich alles gut angefangen. Viel Platz räumen die Dramaturgen der Show der jungen Frau aus der Hansestadt ein. Schon gleich im Einspieler sieht man Emmerichs Lockenkopf – oder wie Kretschmer sagt „Das Vogelnest“ – spärlich bekleidet im Meer vor Mallorcas Küste hüpfen. Hört sie im Kurzinterview dann sagen: „Es ist nicht das Äußerliche, was einen strahlen lässt, sondern der Mensch dahinter.“

Dann taucht die Emmericherin aber ein weiteres Mal im Einspieler auf – in Tränen aufgelöst stammelt sie: „Ich komm’ mit den anderen nicht aus!“ Schon hier wird klar, dass es am Ende der Sendung eng werden würde für die junge Frau mit dem Strahle-Lächeln. Denn immerhin befinden die 19 Mitbewerberinnen darüber, wer eine Sendung weiterkommt – und wer eben nicht.

Zuvor begrüßt Star-Designer Kretschmer die 20 Frauen auf einer Busrundfahrt auf Mallorca. Es geht ins Zuhause auf Zeit: eine Villa mit Blick auf die Küste. Während der nächsten Sendeminuten wird dann schnell deutlich, dass es bei „Deutschlands schönste Frau“ nicht nur um Äußerlichkeiten geht, sondern um Geschichten.

Sicher hat Vanessa eine tolle Lockenpracht und ein strahlendes Lächeln, aber eben auch eine tragische Geschichte zu erzählen. Die natürlich unter Vanessas Namen sogleich in Kurzform eingeblendet wird: „Hat die Jugend im Gipskorsett verbracht“. In der Tat: Die quirlige 24-Jährige musste fast ihre gesamte Kindheit und Jugend wegen einer doppelförmigen S-Wirbelsäule 23 Stunden am Tag ein Gipskorsett tragen. „Über Jahre war ich immer Außenseiter.“ So auch in der Sendung.

Der Lockenkopf sorgt nicht nur für Tränen, sondern auch für Wirbel. Nach einem kecken „Oben ohne“-Foto-Shooting planschend im Wasser ist Vanessa zunächst euphorisch. Doch während die Konkurrenz das Bild am nächsten Tag lobt, findet Vanessa es „zu fraulich“. Unverständnis, Tränen und Zoff sind das Ergebnis.

Die Quittung folgt am Abend von den Mitbewerberinnen. Sie wählen die in rot gekleidete Vanessa raus. Ein großes Abschiedsszenario gibt es nicht. Nur die Vorschau auf die nächste Sendung. Darin geht es mit Tränen und Tragik weiter. Darüber, dass Emmerichs lachender Lockenkopf in diesem eigenartigen Format keine Hauptrolle mehr spielt, kann man dann eigentlich nur froh sein.