Emmericher Pfarrei lockt zu Glaubenstagen

Auch  Superintendenten Thomas Brödenfeld  kommt nach Emmerich.
Auch Superintendenten Thomas Brödenfeld kommt nach Emmerich.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Unter dem provokanten Motto „Weck die tote Christenheit!“ lädt die Pfarrei St. Vitus zu ihren Glaubenstagen 2015 in Emmerich ein. Erstmals offiziell „ökumenisch“.

Hüthum/Elten..  Der Titel ist provokant. „Bewusst“, sagt Gregor Pollmann. „Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit!“ – so hat der Sachausschuss für Ökumene und Liturgie die Glaubenstage 2015 überschrieben. Eine Liedzeile aus „Sonne der Gerechtigkeit“ von Christian David, geschrieben im Jahre 1728. Diese soll wachrütteln. Und bewegen. Am besten dazu, in der Fastzeitwoche vom 18. bis 25. März in die Hüthumer und Eltener Kirchen zu gehen.

Verschiedene Blickwinkel

Dieses Jahr hat die Pfarrei St. Vitus ihre Glaubenstage offiziell erstmals als ökumenisch ausgeschrieben. „Über die Jahre hat sich quasi eingeschlichen, dass wir immer auch einen evangelischen Gastprediger hatten“, erklärt Georg Pollmann vom Sachausschuss Ökumene und Liturgie. Doch nun geht man noch einen Schritt weiter. Erstmals wird im Rahmen der Glaubenstage in einem evangelischen Gotteshaus katholisch gepredigt. Ob dies nun ein fester Bestandteil wird, werde sich noch zeigen, so Pollmann.

Mit den Glaubenstagen will die Pfarrei St. Vitus eine Woche lang das Thema „Glaube“ aus verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe nehmen. „Und vor allem auch so passend zur Fastenzeit zum Nachdenken anregen“, hebt Pollmann hervor. Denkanstöße dazu liefern verschiedene Gastprediger, die alljährlich vom Sachausschuss der Pfarrei angesprochen und eingeladen werden. Meist nach den Sommerferien beginnen die Vorbereitung, die Themensuche startet oft früher. 2015 finden übrigens in allen Kirchen der Pfarrei Gastpredigten statt.

Die Predigt-Tage im Überblick:
Mittwoch, 18. März, 19 Uhr: Vespergottesdienst in der St. Vitus-Kirche Hochelten; Predigt von Superintendent Thomas Brödenfeld aus Wesel zum Thema „Der christliche Traditionsverlust in Deutschland“. Anschließend: Predigtgespräch im Stanislaus-Kolleg Hochelten.
Freitag, 20. März, 19 Uhr: Abendmesse in der St. Martinus-Kirche Elten; Predigt von Dr. Hans Vlaskamp aus Kleve zum Thema „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin“. Anschließend: Predigtgespräch im Pfarrheim Elten.
Samstag, 21. März, 9 Uhr: Thementreff im St. Martinus-Stift Elten mit Diakon Dr. Andreas Röth aus Duisburg zum Thema „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Es gibt einen Stehkaffee und einen Mittagsimbiss. Abschluss mit der Eucharistiefeier zum 5. Fastensonntag um 16 Uhr in der Stiftskapelle. Anmeldung bis zum 27. Februar in den Pfarrbüros.
Montag, 23. März, 19 Uhr: Vespergottesdienst in der evangelischen Kirche Elten; Predigt von Pfarrer Dr. Heinz-Georg Surmund aus Münster zum Thema „Beginnen kann ich. Durchhalten will ich. Vollbringen werde ich“. Anschließend Predigtgespräch im Gemeindesaal der Ev. Kirche Elten.
Dienstag, 24. März, 19 Uhr: Abendmesse in der St. Georg-Kirche Hüthum; Predigt von Weihbischof Matthias König aus Paderborn zum Thema „Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten“. Anschließend: Predigtgespräch im Pfarrzentrum Hüthum.
Mittwoch, 25. März, ab 19 Uhr markiert eine Abendmesse in der St. Vitus-Kirche in Hochelten als Abschlussgottesdienst das Ende der Glaubenstage 2015. Anschließend gibt es die Gelegenheit zur Begegnung im Garten des Stanislaus-Kollegs.

Die Glaubentage der Pfarrei St. Vitus finden zum achten Mal statt. Verschiedene bekannte Gastprediger werden dazu alljährlich geladen.

Vor drei Jahren predigte etwa Präses Nikolaus Schneider. Auch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn aus Münster teilte mit der Gemeinde 2011 seine Ansichten zum Thema „Gottes Führung in meinem Leben“. 2016 soll vielleicht Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, referieren.