Emmericher feierten sehr friedlichen Straßenkarneval

Emmerich/Kreis Kleve..  Zwei Körperverletzungen, einen Platzverweis, zwei Festnahmen und 720 sichergestellte „Alkoholgebinde“, wie es im Polizeijargon heißt. So lautet die Bilanz der Kreispolizeibehörde Kleve zum diesjährigen Tulpensonntagsumzug in Emmerich.

„Durch Präsenz und konsequentes Einschreiten verhinderte die Polizei insbesondere Gefährdungen der Zuschauer und verfolgte Straftaten. Mit den Ordnungs- und Jugendämtern wurden Jugendschutzkon-trollen zur Verhinderung des Alkoholmissbrauchs durchgeführt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Polizei war außerdem bei den Umzügen in Kranenburg, Bedburg-Hau, Geldern, Nieukerk und Twisteden im Einsatz. Auf allen Zügen zusammen registrierten die Beamten zwölf Straftaten. 40 Platzverweise wurden ausgesprochen, 15 Personen wurden in Gewahrsam genommen, davon ein Jugendlicher. Blutproben wurden nicht genommen.

Im Rahmen von Jugendschutzkontrollen wurden 1253 Alkoholgebinde sichergestellt. Bei Verkehrskontrollen wurden zehn angetrunkene Fahrer festgestellt. Führerscheine mussten aber nicht beschlagnahmt werden.

Die Kommunalbetriebe Emmerich (KBE) starteten die ersten Säuberungsarbeiten eine Viertelstunde nach dem Tulpensonntagsumzug., außerdem am Rosenmontag ab 6 Uhr. „Wir sind gut durchgekommen. Es hielt sich alles im Rahmen“, erklärte Michael Vogt von der KBE. Am Sonntag waren neun Mann im Einsatz, am Montag 14 Mitarbeiter – und natürlich drei Kehrmaschinen.

Ein positives Fazit zieht auch der Malteser Hilfsdienst. Denn es war nicht viel zu tun. Lediglich zwölf Narren mussten die insgesamt 20 Einsatzkräfte der Malteser mit Blessuren behandelt werden. „Sehr erfreulich war am Sonntag, dass keine Kinder und Jugendlichen bei uns wegen übermäßigen Alkoholgenusses behandelt oder betreut werden mussten“, so Gesamteinsatzleiter Guido Janssen.