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Eltener sorgen sich um die Verkehrsbelastung

23.01.2015 | 16:57 Uhr
Eltener sorgen sich um die Verkehrsbelastung
Hier könnte demnächst ein Gesundheitszentrum entstehen.Foto: Thorsten Lindekamp

Elten.   An der Bergstraße in Elten soll ein neues Gesundheitszentrum entstehen. Bei der Vorstellung der Pläne in der Luitgardisschule gab es auch kritische Fragen von Seiten der Bürger.

Donnerstagabend im Pausenraum der Luitgardisschule: Die Stadtverwaltung, angeführt von Fachbereichsleiter Jochen Kemkes, stellte die Pläne für das neue Ärzte- und Wohnhaus an der Bergstraße (Bebauungsplan Bergstraße-Süd) vor. Wie berichtet, möchten die Eheleute Tanja Meyer-Subburayalu und Dr. Arun Subburayalu dort das Projekt realisieren.

Im Erdgeschoss sollen demnach 600 Quadratmeter Praxisräume und im Obergeschoss etwa 550 Quadratmeter zum größten Teil für Wohnfläche entstehen, erklärte Architekt Stefan Driesen. Hinzu, wegen der Hanglage am Eltenberg, gibt es noch ein Untergeschoss.

Für Nachbar Frank te Kempel ein Unding. Denn als er vor fast 20 Jahren nebenan baute, durfte er nicht so hoch hinaus (siehe Leser-Klartext). „Die komplette Bebauung hier ist anderthalbgeschossig“, unterstrich er. Es gebe für das Gelände, auf dem sich heute noch der Zuweg zum Kindergarten und eine Sportanlage befindet, keinen Bebauungsplan, hieß es von Helga Schumann, zuständig für die Bauleitplanung bei der Stadt: „Wir planen ein Mischgebiet.“ Ansiedeln dürfen sich keine Gartenbaubetriebe, Tankstellen und Vergnügungsstätten. Auch sei Einzelhandel nur bedingt möglich, so Kemkes.

Erhitzte Gemüter und zahlreiche Wortbeiträge der rund 60 Anwesenden, ob nun Anwohner, Kindergarten- oder Ganztags-Vertreter, gab’s zur verkehrlichen Situation. Schon jetzt herrsche zu den verschiedensten Zeiten Chaos, wenn Schule und Kindergarten zu Ende gehen. Das würde durch den Neubau nicht besser. „Wir werden das mitnehmen und prüfen“, so Kemkes.

Architekt Driesen bestätigte, dass der neue Weg zum Kindergarten Rappelkiste auch eben geplant werden könne. „Das ist ein Höhenunterschied von zwei Metern bis zur Bergstraße.“ Hinzu gibt es noch einen weiteren Weg und eine Feuerwehrzufahrt, die hinter den beiden Nebentrakten des neuen Gebäudes entstehen sollen.

Kemkes und Spiegelhoff beruhigten

Für Siegfried Assmann stellt sich die Frage, warum das Gebäude nicht zur Emmericher Straße auf dem ehemaligen Schulhof realisiert würde. Da bräuchte die bis heute genutzte Sportanlage nicht weichen und auch der Weg zum Kindergarten nicht verlegt werden. „Wir haben uns für diesen zentralen Standort entschieden“, so Tanja Meyer-Subburayalu im NRZ-Gespräch nach der Veranstaltung. „Oder können Sie sich vorstellen, dass Rollator-Fahrer vom Martinus-Stift bis zur Emmericher Straße laufen?“ Enttäuscht reagierte das Ehepaar, das viele Gespräche derzeit mit möglichen Interessenten (Hautärzten, Orthopäden) führt, auf die Aussagen aus dem Plenum. „Wenn Sie kein Ärztehaus haben wollen, dann gehen wir“, erklärte Dr. Arun Subburayalu. Jochen Kemkes und Werner Spiegelhoff (CDU) beruhigten. Das sei ein ganz normales Verfahren, bei dem die Bürger gehört würden. „Es hat niemand etwas gegen ihre Pläne. Wir sind ein Ortsteil, wo man sich versteht“, so Spiegelhoff.

Dirk Kraayvanger

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2015-01-23 16:57
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