Eltener Schützen sorgen sich um ihre Zukunft

Die Pächterfrage im Kolpinghaus Elten ist ungelöst. Wie soll es weitergehen? Das fragt sich nicht nur Brudermeister Heinz Wienhoven (am Mikro).
Die Pächterfrage im Kolpinghaus Elten ist ungelöst. Wie soll es weitergehen? Das fragt sich nicht nur Brudermeister Heinz Wienhoven (am Mikro).
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Was wir bereits wissen
Die Mitglieder der St. Martinus-Bruderschaft suchen dringend einen neuen Pächter für das Kolpinghaus. Sonst wird Abwanderung zu anderen Vereinen wird befürchtet – vor allem seitens der Jungschützen.

Elten..  Ein großer Sorgenpunkt für die St. Martinus-Schützen aus Elten ist das Ausscheiden des Pächterehepaares Alexandra und Stefan Kroes zum Ende des Jahres. Die bange Frage, „Wie geht es im Kolpinghaus weiter?“ steht im Raum und wurde bei der Mitgliederversammlung der Bruderschaft entsprechend hitzig diskutiert.

Nebenkosten

Dominik Meyer stand auf und wollte wissen, warum das Pächterpaar aufhört. „Ihnen steht sicher nicht auf die Stirn geschrieben – Wegen Reichtum machen wir nicht mehr weiter“, rief einer in den Saal. Weitere Fragen wurden laut wie: „Wenn jetzt ein neuer Pächter gefunden wird, stehen wir nicht in zwei, drei Jahren wieder vor demselben Problem?, „Muss da nicht von Seiten des Kolpinghauses eV. einiges überdacht werden – z.B. die hohen Nebenkosten?“

Franz Trummer fragte nach, ob es überhaupt einen Pächter geben müsse. „Können die Vereine nicht zu den jeweiligen Feiern, die Räumlichkeiten einfach anmieten?“, fragt er. Viele weitere Wortmeldungen zeigten die große Unsicherheit unter den Schützen. Die betrifft auch den Schießstand, der im Kolpinghaus beheimatet ist und viel von den Jungschützen genutzt wird. „Wer hat schon so viel Nachwuchs wie wir? Müssen sie künftig bei anderen Vereinen schießen, so wandern sie eventuell ab“, wurde die Befürchtung laut.

Etwa 100 Schützen waren zur Mitgliederversammlung der Bruderschaft ins Kolpinghaus gekommen. Erfreut hatte dies auch der 1. Brudermeister Heinz Wienhoven zur Kenntnis genommen und schwungvoll die anwesenden Schützenbrüder begrüßt. Er wies als erstes auf die jubilierenden Schützenzüge hin. Zug 24 besteht in diesem Jahr 25 Jahre, Zug 3 inzwischen 40 Jahre und der Zug 14 sage und schreibe 65 Jahre. Dieser Zug wurde nach dem Krieg weitergeführt mit nur einem Überlebenden der Kriegswirren.

Selbstverständlich war auch der amtierende König Henry Slagmeulen mit von der Partie. Da die Bruderschaft eine enge Bindung mit dem Seniorenstift in Elten hat, wird sich der komplette Thron dort einfinden und dort vom Brudermeister noch einmal feierlich proklamiert. Selbstverständlich tragen die Thron-Damen ihre festlichen Roben, die stets frenetisch von den Bewohnerinnen bejubelt werden. Unglaublich schön auch, dass die Schützen von Mai bis Oktober jeden Sonntag ins Seniorenheim gehen zur sogenannten „Schiebestunde“ einfinden. Rollstuhl schieben eben … Auch die Jungschützen nehmen daran teil.

Weiterhin wurde das Programm des kommenden Schützenfestes vorgestellt. Erwähnt wurde, dass die Königsbewerber sich bis 15 Uhr am Festmontag beim Vorstand gemeldet haben müssen. „Maßgebend ist der Schlag der Kirchturmuhr“, hieß es.

Zuvor müssen aber auch die und alle anderen Schützenbrüder, die Wirkungsstätte rund ums Kolpinghaus, den alten Friedhof und das Ehrenmal der Schützen reinigen. Und wieder gibt es, soviel steht fest, keine Problem, dafür ausreichend Leute zu finden.

Oberst Albert Battje Janssen berichtete, dass die Bruderschaft bei ihren Schützenfest-Märschen, kein Polizei-Geleit mehr erhalten. Es muss folglich für die Straßen-Absperrung ein anderes Geleit her. .Battje wäre nicht Battje, wenn er nicht schon seine Fühler in Richtung THW ausgestreckt hätte. Problem ist nur, dass Emmerich im Lichterglanz parallel läuft, daher die Kapazitäten des THW bereits erschöpft sein könnten.