Elten bekommt ein Mühlenbistro

Die Betreiberfamilie van Rijn – (von rechts) Koch Willy, Sohn Thijs und Gudrun – freut sich mit den Mitarbeiterinnen Katrin Meyer, Martina Venhoven, Evelyn Hemmers und Carolin Waltemathe auf die Neueröffnung am Freitag. Aus dem Mühlencafé ist ein Mühlenbistro geworden.
Die Betreiberfamilie van Rijn – (von rechts) Koch Willy, Sohn Thijs und Gudrun – freut sich mit den Mitarbeiterinnen Katrin Meyer, Martina Venhoven, Evelyn Hemmers und Carolin Waltemathe auf die Neueröffnung am Freitag. Aus dem Mühlencafé ist ein Mühlenbistro geworden.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gudrun und Willy van Rijn haben das Mühlencafé übernommen, es umgebaut und eröffnen am Freitag. Es gab fünf Bewerber.

Elten..  Barbara Gramsch, die ehrenamtliche Betreiberin des Mühlencafés, wollte in Rente gehen. Das hatte sich im Herbst vergangenen Jahres herumgesprochen. Schon ohne Ausschreibung gab es fünf Bewerber, die die Gastronomie an der Gerritzens Mühle übernehmen wollten. „Es waren gute Bewerber“, verrät Emmerichs Tourismuschefin Dr. Manon Loock-Braun. Schlussendlich machten Gudrun und Willy van Rijn das Rennen. Weil er die fachliche Kompetenz sowie reichlich Erfahrung – auch in einem Mühlenrestaurant – mitbringt. Und weil sie an der Mühle aufwuchs, schildert Loock-Braun: „Wir freuen uns, mit dem Ehepaar van Rijn Betreiber gefunden zu haben, die die Tradition des Mühlencafés fortsetzen und erweitern und denen die Mühle genau so am Herzen liegt wie uns.“

„Ein Traum ging in Erfüllung“, sagte Gudrun van Rijn am Sonntag bei einem ersten Empfang mit geladenen Gästen. Als die beiden 37-Jährigen erfuhren, dass Nachfolger gesucht werden, mussten sie nicht lange überlegen. Beim Novemberleuchten bekamen sie die Zusage. Am 5. Januar war die Schlüsselübergabe. Am kommenden Freitag, 6. Februar, steht nun die offizielle Eröffnung an.

E-Bike-Ladestationen fast fertig

26 Tage hatten das Paar und Helfer aus dem Freundes- und Familienkreis gewerkelt und die Räume umgestaltet. Modern-gemütlich ist es geworden. Dazu neue Möbel, ein EC-Cash-Gerät, freies W-Lan. In Zukunft soll ein Fahrradparkplatz geschaffen werden. „Die E-Bike-Ladestationen sind schon fast fertig“, verrät Gudrun van Rijn. Keine Frage, die Radtouristen sind eine interessante Zielgruppe. Und wenn sie nicht zu groß sind, dann auch geschlossene Gesellschaften. 24 Plätze hält das Lokal vor. Bei schönem Wetter können draußen noch einmal 30 Gäste sitzen. Mit herrlichem Blick auf die Mühle am Möllenbölt.

Die kleine, aber feine Karte umfasst Frühstücksangebote, Kuchen und Eis, kleine Snacks und warme Speisen. Eine saisonale Ausrichtung ist unverkennbar. Das gilt auch für die Gänge-Menüs, die einmal im Monat donnerstags bis sonntags angeboten werden: „Das wird passend zum Monat sein. Spargel im Frühjahr, Hummer im Sommer, Wild im Herbst“, so Gudrun van Rijn, die hauptberuflich weiterhin zahnmedizinische Fachangestellte bleibt.

Für Willy van Rijn wird’s ein Vollzeitjob. Der gelernte Koch hat während verschiedener Anstellungen viele Erfahrungen sammeln können, unter anderem im ehemaligen Waldhotel, im Restaurant Montferland und auch schon in einem Mühlenrestaurant im niederländischen Bergambacht.

2012 musste sich der Mühlenverein mangels Nachwuchs auflösen. Die Mühle fiel zurück an die Stadt. Die Eröffnung des Mühlencafés im März 2013 sorgte für Belebung. Das ehrenamtliche Team um Barbara Gramsch überzeugte unter anderem mit köstlichem Vollwert-Kuchen.

An jedem Sonntag ist die Mühle in der Zeit von 13 Uhr bis 16 Uhr für Besichtigungen geöffnet. In dieser Zeit stehen die Müller für Informationen und Fragen zur Verfügung.