Einzelhandel als Wahlthema

Emmerich..  Die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Joachim Sigmund hat sich ein Schwerpunktthema für die anstehende Bürgermeisterwahl am 13. September ausgeguckt. Nämlich den Einzelhandel. Hier liegt die BGE überhaupt nicht auf der Linie der Mehrheitsparteien von CDU und SPD.

Was gibt es zu schützen?

Kann eine Innenstadt ein schützenswürdiges Gut sein? Diese Frage stellt sich die BGE seit vielen Jahren und kommt immer wieder zu der gleichen Antwort, die gleichzeitig eine neue Frage ist: „Was gilt es denn im Einzelhandel in der Stadt Emmerich zu schützen?“, so Fraktionschef Gerd Bartels.

Zugleich rechnet er mit den bestehenden Einzelhändlern ab. Er sieht in der City „alte, wenig zeitgemäße Läden, die bis auf einige Ausnahmen den Sprung ins 21. Jahrhundert versäumt haben und die sich vielmehr freuen sollten, wenn in der Nähe Neuansiedlungen stattfinden.“ Wer sich als Einzelhändler nicht mehr den Anforderungen seiner Kunden stelle, der habe bereits resigniert.

Zugleich kritisiert die BGE, dass Unternehmern, die sich für eine Ansiedlung interessieren, immer wieder Steine in den Weg gesetzt würden; etwa durch übermäßiges reglementieren. Die BGE liefert zudem eine lange Liste an Geschäften – von Autohäuser über Textilhändler bis Buchhändler –, die sich aus Emmerich verabschiedet haben.