Einstieg mit festlichem Schwung

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Rees..  Gesprochene Worte waren am zweiten Weihnachtstag in der Klosterkirche des Hauses Aspel nicht viel zu hören, dafür aber umso mehr gesungene. Das Weihnachtskonzert der Reihe „Reeserviert“ bestach einmal mehr durch seine schlichte Schönheit der Musik, gepaart mit höchstem musikalischen Können und ausgewählten Stücken der Musikgeschichte.

Langsame und schwere Töne

Dieses Mal brachte Heiner Frost, künstlerischer Leiter der Konzert-reihe, dem Publikum die Künstler Alessandro und Domenico Scarlatti näher. Das Kammerorchester „Opus M“ eröffnete unter der Leitung Frosts mit dem „Concerto Grosso Nr. 1“ in F-Moll vom älteren Alessandro Scarlatti. Das für Streicher ausgelegte Stück kam mit langsamen und schweren Tönen, aber auch mit festlichem Schwung und bot den idealen Einstieg in das Konzert.

Es folgten unter anderem Auszüge aus dem Stück „Missa Quatuor Vocum di Madrid“ von Domenico Scarlatti, einem Stück für einen vierstimmigen Chor, stieg der Kammerchor, ebenfalls unter der Leitung Frosts, in das Konzert ein. Und machte wiederum deutlich, wie einzigartig Musik klingen kann. Und auf welchem Niveau der Chor arbeitet. Die Sänger schufen eine angenehme Atmosphäre, die alle Gedanken beiseite schob und es den Zuhörern ermöglichte, sich ganz in die Musik zu vertiefen.

Mit der anschließenden Sonate Nr. 41 in G-Moll wurde ein weiterer Künstler des Abends, nämlich Henning Schmeling, vorgestellt. Der begleitete die Musiker an der Orgel und spielte selbst Werke für Klavier und Orgel, wie eben jene Sonate.

„Magnificat anima meadominum“, „meine Seele erhebt den Herrn“, mit diesen Worten beginnt das Magnificat, der Lobgesang Marias, das Stundengebet und Choral der christlichen Kirche.

Es gibt viele Vertonungen. Auch Domenico Scarlatti schuf ein feierliches Werk, das der Kammerchor mit all seinen Finessen erklingen ließ, die gewaltige Stimmung und Festlichkeit herausstellte, ehe dann die geballte musikalische Kraft aller zusammen auf der Bühne stand.

„Salve Regina“ hieß das Werk, bei dem die Streicher von „Opus M“ zusammen mit dem Kammerchor und Schmeling an der Orgel auftraten und die „Königin, Mutter der Barmherzigkeit“ gemeinsam „begrüßten“. Harmonisch vereint. Auch die Zuhörer spürten den besonderen Moment und honorierten es dementsprechend lautstark.

Ganz ohne gesprochene Worte

Nach einer weiteren Sonate für Klavier und Streicher standen zum Abschluss des Weihnachtskonzerts in der Klosterkirche der Chor gemeinsam mit den Streichern und der Orgel auf der Bühne. Sangen und spielten mit „Te deum“ einen Lobgesang als krönenden Abschluss eines Konzerts, das ganz ohne gesprochene Worte auskam.