Eine moderne Reise in die Musik von vier Orchestern

Das Halderner Blasorchester beteiligte sich am Open-Air-Konzert, das gut 120 motivierte Musiker zusammenbrachte.
Das Halderner Blasorchester beteiligte sich am Open-Air-Konzert, das gut 120 motivierte Musiker zusammenbrachte.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Rund 300 Zuschauer lauschten beim Rotary-Dry-Day-Konzert gleich vier Orchestern. Rund 120 motivierte Musiker spielten mit viel Freude ein breites Repertoir.

Rees..  Für Karla Kilzer, die Vorsitzende des Halderner Blasorchesters, ging am Samstagabend nach vier Jahren ein Traum in Erfüllung: ein großes Open-Air-Konzert in Rees. Die Idee für das Rotary-Dry-Day-Benefizkonzert hatte der Vorsitzende des Rotary-Clubs Emmerich Rees, Michael Kemkes, geliefert. „Der „bestgekleidetste Mann des heutigen Abends, Dirigent Robert Wijnands“, so der gewitzte Moderator Tim Terhorst aus Rees, hatte 120 motivierte Musiker bestens im Griff und nahm die rund 300 Zuhörer mit auf eine moderne Reise der Orchestermusik.

„Willkommen zu einem einmaligen Konzerterlebnis an einem exponierten Ort und vor einer außergewöhnlichen Kulisse“, begrüßte Kemkes die Gäste. Und war stolz, neben den vielen niederländischen Besuchern auch zehn indische Gäste vom Rotary Club of Surat Sea-Face, rund 200 Kilometer nordwestlich von Mumbai, zu begrüßen. Diese Gruppe besucht zwei Wochen die Region im Rahmen eines Austauschprogramms.

Sein Dank galt besonders den Musikern aus den vier Orchestern: Haldener Blasorchester, Harmonie Volharding Stokkum, St. Caecilia Megchelen und St. Radboud Silvolde, die sich über Monate „schwer ins Zeug gelegt haben“, um unter Leitung des gemeinsamen Dirigenten dieses Benefizkonzert aufzuführen.

Unerwartet illuminierte die wärmende Abendsonne die schöne Konzertkulisse. Humorvoll und „locker“ führte Tim Terhorst die Zuhörer in die einzelnen Musikstücke ein. Machte aber keinen Hehl daraus, dass er bereits mit fünf Jahren nach den ersten Proben auf dem Posthorn seines Vaters seine Musikkarriere frühzeitig beendet hatte.

Gefühlvolle Oboistin

Das Programm hielt, was es versprach: Es war ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Konzert. Der Dirigent verstand es hervorragend, die Solisten zu Höchstleistungen zu animieren. Das wechselweise Zusammenspiel der einzelnen Register klappte Dank des guten Dirigats des Orchesterleiters hervorragend. Besonders gefühlvoll interpretierte die Oboistin das Solo der „Persis Overture“. Begeistert zeigte sich das Publikum von der hervorragenden Interpretation des Musikstückes „Pilatus: Mountains of Dragons“.

„Es wird poppiger“, kündigte Tim Terhorst zum zweiten Teil des Konzerts an: Aktuelle Pop-Songs von Musical- und Filmmelodien „In the Stone“ übernahm Dietmar Wissen, begleitet vom Orchester. Auch mit den Medleys „Best of Lady Gaga und „Police on Stage“ zeigten die Musiker die Bandbereite ihres Repertoirs.

„Für das Konzert hatten wir einen grandiosen Programm-Ideengeber, Robert Wijnands“, bedankte sich Karla Kilzer „Eigentlich könnten wir jedes Jahr das Konzert wiederholen.“

Der charmante Dirigent, der mit viel Freude das große Orchester perfekt leitete, kam an der von den begeisterten Zuhörern geforderten Zugabe nicht vorbei. „Spitzenklasse, super Konzert, very good“, waren einige Kommentare des Publikums. Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende des Rotary-Clubs Emmerich-Rees, Michael Kemkes. „Für die Leute, die hier waren, hat es sich gelohnt. Insgesamt bin sich sehr zufrieden“. Die Veranstaltung hätte sicherlich etwas mehr Zuspruch verdient gehabt.