Einbruch vereitelt

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Esserden..  Zum fünften Mal luden die vier großen Vereine, der Sport-kegelverein Rees, der Angelsport-verein Esserden, DJK-TuS-Esserden und die St. Irmgardis-Schützenbruderschaft, zum Neujahrsempfang in die Gaststätte Markett ein. Unter Leitung des Fördervereins „Rond öm de Eik“ und mit dem Ortsvorsteher Norbert Hollands als Moderator und Mitorganisator fanden viele Bürgen den Weg zum „Zentrum Esserdens“.

Hollands begrüßte die Gäste aus den Vereinen, das Königspaar und Bürgermeister Christoph Gerwers. „Es war das Jahr der Nachbarschaft“, griff Hollands das Motto des vergangenen Jahres für die Ortschaften Esserden, Reeserward und Speldrop in seinem Grußwort auf. Es sei ein Motto gewesen, das ihm persönlich sehr wichtig gewesen sei. „Wir werden immer weniger“, so Hollands. Umso wichtiger sei es, aufeinander Acht zu geben. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür war der vereitelte Einbruch in Esserden im letzten Monat gewesen. Und so lautete Hollands Appell: „Passt weiter auf!“

Als einen weiteren Baustein für ein gelungenes Miteinander in den Ortsteilen, führte Hollands das Aufstellen der Ortseingangsschil-der an. Ganze Straßenzüge hatten dies zum Anlass genommen, zu-sammenzukommen und die Ein-weihung zu feiert. „Vielleicht ent-wickeln sich daraus ja regelrechte Schilderfeste“, so Hollands. Und auch das offene Adventsfenster, das ebenfalls schon zum fünften Mal stattgefunden hat, sei eine gelungene Aktion zur Förderung der Nachbarschaft.

Auch Bürgermeister Gerwers lobte die Schilder-Aktion als Beispiel dafür, „wie Dorfgemeinschaft funktioniert“. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, für einen Aus-blick auf das Jahr 2015, in dem nicht nur die Wahl des Bürger-meisters und des Landrats ansteht, sondern auch das Thema Flücht-linge auf der Tagesordnung stehen wird.

Nach diesen Grußworten aus der Politik, ergriff Wilhelm Bußhaus, Mitbeständer der Jagdgenossenschaft Esserden, das Wort. Buß-haus machte deutlich, was das Ja-gen ausmacht: Naturschutz. „Der Schwerpunkt ist die Hege und Pflege des Reviers“, betonte Bußhaus und stellte klar, dass es im Jahr 2014 keine Treibjagd gegeben habe – mit Rücksicht auf den Bestand. Lediglich Tauben und Gänse wurden geschossen. Und die gleich massig. Fast 200 Tauben habe er mit zwei weiteren Jägern innerhalb von wenigen Stunden erlegt. „Wir geben gerne welche ab“, betonte er, „auch eine ganz Schubkarre voll“.

Warnung ausgesprochen

Generell warnte Bußhaus vor Wildtieren, die zu zutraulich sind. Diese seien meistens krank und sollten daher nicht gestreichelt werden. Autofahrer sollten tatsächlich nicht versuchen, Wild auf der Straße auszuweichen. „Wenn möglich bremsen, aber nicht ausweichen“, warnte er eindringlich. Und auch zu dem lästigen Thema „Marder“ geben die Jäger Tipps. Hier ist Wolfgang Terstegen der richtige Ansprechpartner. Dieser räumte auch gleich mit einem Irrglauben auf. „Sogenannter Klostein bringt zur Abwehr eines Marders nichts – da hilft nur noch die Falle.“