Ein neues Gesicht für das Jugendhaus Anholt

Lucas Mölder (3.v.l.) ist als Betreuer neu im Jugenhaus Anholt.
Lucas Mölder (3.v.l.) ist als Betreuer neu im Jugenhaus Anholt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In Anholt bekommt Reinhard Wolff nun Unterstützung von Lucas Mölder. Der 27-Jährige bringt bereits viel Erfahrung aus dem Bereich Soziales mit. Ein Glücksfall.

Anholt.. Die Mädels bringen es auf den Punkt. „Das Jugendhaus Anholt ist das beste Jugendzentrum auf der ganzen Welt!“, sagen sie unisono. Warum? „Weil Reinhard hier ist“, gibt es viel Lob für Reinhard Wolff, den Leiter der Einrichtung. Dieser freut sich momentan sehr. Nicht nur ob des guten Zeugnisses, dass die jungen Besucher ihm da ausstellen. Nein. Reinhard Wolff hat einen echten Glücksgriff gelandet. Denn fortan wird ihn Lucas Mölder bei der Betreuung der Anholter Kids an der Maria-Lenzen-Straße unterstützen. Nachdem sich nach zwölf Jahren Betreuer Marius Seidel nun einer neuen Stelle voll und ganz widmet, musste Wolff den Laden allein schmeißen. Denn: Lucas Mölder ist nun da. „Und der hat allerlei Erfahrung und Wissen im Gepäck“, weiß der Leiter des Jugendhauses.

Bei den Messdienern aktiv

27 Jahre jung ist Mölder. Und muss gestehen. „In meiner Jugend habe ich selber nie ein Jugendhaus besucht.“ Sei’s drum. Immerhin ist Mölder ein waschechter Isselburger. „Auch wenn ich nun in Bocholt lebe“, erklärt der studierte Sozialpädagoge. Dass Mölder, der auf einem Hof aufgewachsen ist, vielleicht keines der Jugendhäuser der Stadt besuchte, hatte auch seinen Grund. „Mit 14 Jahren habe ich selber schon Messdienergruppen geleitet. Und auch Ferienfreizeiten organisiert“, erzählt das neue Gesicht im Jugendhaus.

Eigentlich wollte Mölder Landmaschinenmechaniker werden. Er fand aber keinen Ausbildungsplatz, machte sein Fachabitur und fing an, verschiedene Stationen im sozialen Bereich zu absolvieren. Bis er letztlich Sozialpädagogik studierte. Freiwillig arbeitete er ein Jahr im Kindergarten. Auch in einer Behindertenwerkstatt hat Mölder schon Erfahrungen gesammelt. Zudem hat er verschiedene Fortbildungen besucht. So ist der junge Mann auch Anti-Gewalt-Trainer.

Nur stundenweise wird Lucas Mölder Reinhard Wolff unter die Arme greifen. „Oder besser den Rücken frei halten, damit Reinhard nun endlich mal seinen Gitarrenkurs starten kann.“ Dass der Pädagoge „nur“ montags und entweder mittwochs oder donnerstags im Jugendhaus ist, hat auch seinen Grund. Mölder arbeitet hauptberuflich in Kleve in der Stationären Einrichtung Jugendhilfe der Caritas.

Spontane Angebote machen

Ins Jugendhaus nach Anholt ist er gekommen, weil Marius Seidel ihn angesprochen hat. „Ich war sofort neugierig auf die Stelle“, gesteht Mölder. „Denn hier kann ich noch mal ganz neue Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sammeln.“ Nun will er sich erstmal einleben und die Gäste des Hauses kennen lernen. Und dann, wenn Interesse da ist, auch vielleicht verschiedene Angebote machen. „Das entsteht ja meist spontan“, hat der 27-Jährige bereits die Erfahrung gemacht. Warum er nun lieber mit Kindern, als mit Landmaschinen arbeitet, weiß er genau. „Kinder und Jugendliche geben so viel Positives zurück. Das ist motiviert immer wieder aufs Neue.“

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