Ein Kiosk voller Kleinigkeiten

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Isselburg..  Sieben Tage in der Woche einen Laden geöffnet zu halten, das ist schon eine Herausforderung. Vor allem dann, wenn man auch noch zwei Kinder zu versorgen hat. Sabrina Büning-Ranjan stemmt das seit September vergangenen Jahres – natürlich unterstützt von ihrem Mann – und lächelt trotzdem. Und das immerzu. Denn, und das sagt die Isselburgerin aus vollem Herzen; „Das hier ist mein Traum.“ Vier Jahre stand das Ladenlokal, in dem zuvor eine Lotto-Annahmestelle untergebracht war, leer. Nun ist es mit Leben gefüllt.

Oder besser: mit allerlei Kleinigkeiten des Alltags. „Ich habe es schon als Kind geliebt, mit der Kasse zu spielen. Und habe immer davon geträumt, einen Tante-Emma-Laden zu eröffnen.“ Dieser ist es zwar nicht ganz geworden, aber dafür ein Kiosk, der mehr zu bieten hat als Süßes und Zigaretten. Sisha-Tabak, Schnitzel-Brötchen, Geschenkartikel und Hygieneartikel hat „Sabrina“, so nennen sie alle Kunden – schließlich steht es auch auf dem Eingangsschild – , im Angebot.

Dieses habe sich stetig erweitert. Die Isselburgerin hat auf den Bedarf der Kunden reagiert. „Anfangs hatte ich natürlich kein Shampoo oder frische Eier im Laden“, so Sabrina Büning-Ranjan. Doch die Nachfrage war da, auf die die zweifache Mutter gern reagiert. Vor allem sonntags nutzen die Isselburger das Angebot von „Sabrinas Kiosk“. Denn dann gibt es frische Brötchen. „Und für die kommen sogar die Anholter bis zur Minervastraße gefahren“, sagt sie stolz.

Sicher sei der Start schwer gewesen. Doch mit der Zeit kommen immer mehr Kunden. Stammgäste gibt es natürlich auch schon.

Fehlt nur noch eine Waschmaschine

„Der erste schaut schon morgens um 5.45 Uhr herein“, so Büning-Ranjan. Kaffee und ein Bockwurst-Brötchen stehen dann schon bereit. Um 4.45 Uhr schellt Büning-Ranjans Wecker. Ab 5.30 Uhr ist sie im Laden. Zwischen 7 und 8 Uhr wird es hier dann geselliger. Denn ihre Kinder kommen dann vor der Schule zum Frühstück vorbei. Und auch nach Schulschluss sind Aylin und Jason wieder bei ihrer Mutter im Kiosk. „Ich hab hier zwei kleine Herdplatten. Auf denen wird dann Mittagessen gekocht. Das Einzige, was hier noch fehlt, ist eine Waschmaschine“, scherzt die Isselburgerin. Klar, dass die Kinder dann auch ihre Hausaufgaben im Hinterraum des Kiosk machen. Und ab und an auch mal die Kasse bedienen. „Das macht meine Tochter schon genauso gern wie ich als Kind“, freut sich Büning-Ranjan, die davon träumt, dass ihre Tochter irgendwann vielleicht den Kiosk übernehmen wird.