Ein gemischtes Bild in Emmerich

Emmerich..  Zehn Jahre nach Einführung von Hartz IV, seinerzeit als epochale Sozialreform gefeiert, bietet sich auch in Emmerich ein gemischtes Bild aus hellen und dunklen Farben. So ist 2014 die Zahl der Bedarfsgemeinschaften auf 1311 gestiegen. Und das, obwohl im vorigen Jahr so viele Rückkehrer in den Arbeitsmarkt zu verzeichnen waren wie schon lange nicht mehr. Die Fallmanager im Rathaus verhalfen annähernd 400 arbeitslosen Emmerichern zu neuen Jobs. Im Jahr davor waren es 287 und 2012 exakt 227. Diese Zahlen nannte Fachbereichsleiter Hans Sterbenk in der jüngsten Sozialausschuss-Sitzung.

Den 1311 Bedarfsgemeinschaften gehören 1396 Personen weiblichen Geschlechts an, der männliche Anteil beläuft sich auf 1265 Personen. Neben den vielen deutschen Leistungsempfängern stellen die Niederlande (142 Personen, davon etwa die Hälfte sogenannte „Papier-Holländer“), Türkei (118), Polen (101), Irak (16), Italien (15), Griechenland (10), Rumänien, Brasilien und Russland (je 9) die größten Anteile.

376 Personen nahmen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf. Statistisch nicht erfasst sind die sogenannten 450 Euro-Jobs. Geschätzte 60 bis 80 Personen dürften solch eine Tätigkeit aufgenommen haben, vermutet Sterbenk. Außerdem wurden 220 Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt, und 56 Kunden führten einen 1 Euro-Job aus. Insgesamt erhalten in Emmerich 655 Personen aufstockende Leistungen, 220 gehen einer geringfügigen Erwerbstätigkeit nach.