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Ein energiegeladener Auftritt im Stadttheater

21.11.2011 | 17:31 Uhr
Ein energiegeladener Auftritt im Stadttheater

Emmerich.   Bei seinem 12. Jahreskonzert belohnte das Salonorchester Schwarze Rose mit 21 Beiträgen sein Publikum.

„So, dann wollen wir mal wieder“, meinte Hans Franz als er, gesundheitlich stark angeschlagen, zum 12. Jahreskonzert seines Salonorchesters Schwarze Rose auf die Bühne des Stadttheaters kam. Man merkte ihm noch deutlich die Strapazen seiner Krankheit an und dennoch: Mit großer Energie führte er sein Konzert durch. Natürlich war ihm sein Orchester dabei eine große Hilfe.

Der musikbegeisterte Dirigent hatte seine 20 Musiker in den Proben gut vorbereitet. Mit 21 Beiträgen und einer zweieinhalbstündigen Dauer unterhielt es das Publikum, das den Saal gut zur Hälfte füllte, trefflich.

Viel Beifall für volle Sopranstimme

Mit der Ouvertüre zur komischen Oper „Der Kalif von Bagdad“ von Adrien Boieldieu hatten sich die Akteure viel vorgenommen. Hans Franz gab klare Einsätze und die Musiker folgten ihm bereitwillig. Melodien aus Film und Operette und gute Unterhaltungsmusik wechselten ab. Franz hatte eine gute Sängerin engagiert. Anne-Marie Krijgsman, Sopran, wäre sicher auch ohne Mikrofon im Saal ausreichend zu vernehmen gewesen. Ihre volle Sopranstimme, die beim „Nur nicht aus Liebe weinen“ (Werner Richard Heymann) an Zarah Leander erinnerte, erhielt viel Beifall.

Solistische Einlagen von mehreren Orchestermitgliedern bereicherten das Programm. Im ersten Teil stachen zum Beispiel ein Violinsolo von Lilly Kakujay hervor, die den bekannten Csardas von Vittorio Monti ausgezeichnet interpretierte und mit ihrem Temperament die Musiker ansteckte. Drei solistische Einlagen brachte der zweite Teil des Abends. Die „Melodie in F“ von Anton Rubinstein, gespielt von Vladimir Bobylev auf dem Violoncello (Begleitung Ronald Kerkhoff, Klavier) erinnerte an frühere Zeiten. Auch die „Kleine Blume“ (Petite Fleur) wurde von Bernd Nass auf der Klarinette mit viel Gefühl vorgestellt. Schließlich zeigte Siegfried Zampietro auf seiner Trompete, wie man den „Alten Dessauer“ spielen sollte. Mehrere Variationen zum Thema bewiesen Zampietros Kompetenz.

Ein Medley im zweiten Teil des Konzerts unterstrich die bekannte Fähigkeit des Dirigenten, gute Arrangements zu schreiben. Hans Franz hatte bekannte Tangomelodien zusammengestellt, und man hörte in den Reihen der Zuhörer deutlich das Mitsummen oder sogar das leise Mitsingen bei Stücken wie dem „Schwarzen Zigeuner“ oder der „Donna Klara“.

Drei Zugaben – wie meist üblich – erreichten die Anwesenden noch, ehe ein sicher stark in Anspruch genommener aber mit großem Durchhaltevermögen dirigierender Hans Franz seine Gäste entließ.

Hans Wimmers

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