Druck aus Düsseldorf

Dass die Verbundsspitzen zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Fragen der Presse zulassen wollen, ist vielleicht sogar verständlich. Denn – und da muss man sich nichts vor machen – es wird nicht alles so bleiben wie es ist. Zusammenlegungen? Kann man nicht ausschließen, aber zum jetzigen Zeitpunkt will keiner die Pferde scheu machen. Vielleicht schaufeln die Synergien auch Potenziale für neue medizinische Angebote frei. Und wo würde wohl die Gesamtverwaltung angesiedelt?

Bei der Fusion der Spitäler Emmerich und Wesel im Jahr 2003 war es das Bistum, das Druck machte. Jetzt kommt der Druck aus Düsseldorf. Die Landesregierung will offenbar Reformen. Da kann man sich Parolen wie „Schlagkraft erhöhen“ sparen. Insgesamt versorgen die beiden Träger pro Jahr fast 70 000 Patienten stationär und etwa 120 000 ambulant. Dabei würde es im Groben bleiben. Wer weiß: Vielleicht bindet man die schwächelnde hausärztliche Versorgung auch noch in den Großverbund ein.